Es gibt viel zu tun

Kommentar: Hessens Polizei in Not

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Flüchtlingszustrom und angespannte Sicherheitslage: Hessens Polizisten sind im Dauereinsatz. Damit die Motivation nicht sinkt, will Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) nun mehr Stellen schaffen, die Zulagen erhöhen und über eine halbe Million Überstunden ausbezahlen. Von Peter Schulte-Holtey

Das hört sich gut an; doch die Reaktionen der Polizeigewerkschaften stehen noch aus. Und die entscheidende Frage ist noch gar nicht beantwortet: Reicht das? Vor allem ist es erstaunlich, dass erst jetzt auf die sich seit Jahren anbahnende Misere reagiert wird. Wer die immer lauteren Proteste der Gewerkschaften verfolgt hat, wusste doch, dass im Polizeidienst viel schief läuft. Vorausschauende Personalpolitik sieht anders aus.

So werden Polizisten ja auch immer öfter zur Zielscheibe von Gewalt. Es schlägt ihnen Ablehnung, mitunter sogar echter Hass entgegen. Bei Fußballspielen am Wochenende und bei einer Demonstration gegen den NPD-Parteitag in Weinheim haben die Beamten dies wieder zu spüren bekommen. Immer deutlicher wird, dass die Polizei auch entlastet werden sollte. Die Beamten müssen von Nebenaufgaben befreit werden, damit sie sich stärker auf das konzentrieren können, was außer ihnen niemand kann: den Kampf gegen die Kriminalität. Vorschläge liegen genug auf dem Tisch. Gefahrguttransporte und Gebäude können doch auch Privatfirmen bewachen. Es gibt viel zu tun - in der Polizei.

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Quelle: op-online.de

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