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Kommentar: Genau hinschauen

Nein, es ist prinzipiell nicht verboten, alle deutschen Haushalte mit einer Ausgabe des Koran ausstatten zu wollen. Auch gegen das Recht, auf der Straße für seine religiöse Überzeugung zu werben, ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Von Ralf Enders

Schließlich hat auch das Christentum reichlich Erfahrung mit der Missionierung im Allgemeinen.

Allerdings haben die christlichen Religionen den Prozess der Aufklärung hinter sich. Und in Deutschland mit seiner weitgehenden Trennung von Staat und Kirche kann jedermann von Religionen relativ unbehelligt bleiben.

Deshalb müssen wir genau hinschauen, wer uns da in der Fußgängerzone welches Weltbild nahebringen will. Die Salafisten, die derzeit in nie gekanntem Missionierungseifer millionenfach den Koran verschenken, sind kein Fall für den interreligiösen Dialog, sondern für den Verfassungsschutz. Mit einfachen, aber extremen Positionen versuchen sie, vor allem unbedarfte junge Menschen für den radikalen Islam zu gewinnen. Und von dort - zahlreiche Beispiele belegen das - ist es nur ein kleiner Schritt zum militanten Islam.

Gerade wegen solcher Gruppierungen ist das Misstrauen vieler Deutscher gegenüber der Religion Allahs abgrundtief. Und dem Islam in seiner Gesamtheit fehlen leider die Selbstheilungskräfte, diese Vorurteile abzubauen.

Quelle: op-online.de

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