Lehrerstellen in Hessen

Kommentar: Zu einfache Rechnung

Was bislang Theorie schien, wird plötzlich Realität: Trotz aller Bekundungen der Politik, dass in die Bildung gar nicht genug Geld investiert werden kann, fordert die Schuldenbremse ihren Tribut. Von Petra Wettlaufer-Pohl

Es ist zwar kaum anzunehmen, dass die schwarz-grüne Regierung tatsächlich über 3.000 Lehrerstellen streicht, nachdem in der vergangenen Legislaturperiode 2.500 geschaffen worden sind. Das wird politisch kaum durchsetzbar sein gegen den Proteststurm von Lehrern und Eltern, der unweigerlich kommen wird. Aber ganz ohne Kürzungen wird es auch an den Schulen nicht gehen, will die nächste Landesregierung dauerhaft sparen. Man setzt auf die demographische Rendite, also darauf, dass weniger Kinder automatisch weniger Lehrer brauchen. Aber nicht überall.

In Nordhessen mögen die Schülerzahlen zurückgehen, im Rhein-Main-Gebiet dagegen ist Bevölkerungswachstum angesagt. Die Provinz wird also bluten müssen, damit im Ballungsgebiet genügend Lehrer vorhanden sind. So einfach ist das. Wer allerdings so denkt, gibt den ländlichen Raum schon verloren. Ein bisschen mehr Phantasie darf man von der neuen politischen Partnerschaft schon erwarten.

Das ist der Fahrplan zur Regierungsbildung

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Quelle: op-online.de

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