Mehr Unfälle von Radfahrern

Kommentar: Schonzeit vorbei

Auf Hessens Straßen werden immer mehr Radfahrer verletzt oder sogar getötet. Wie sich jetzt zeigt, ist es besonders gefährlich, auf dem Radweg in die falsche Richtung zu fahren. Von Peter Schulte-Holtey

Mit einer Kampagne macht Frankfurt auf dieses unterschätzte Risiko aufmerksam - und könnte damit richtungsweisend fürs gesamte Rhein-Main-Gebiet sein.

Jeden Tag ist es ja zu beobachten: Radfahrer, für die eine rote Ampel nichts gilt, die es als selbstverständlich ansehen, ohne Licht zu fahren, die dabei noch über rücksichtslose Autofahrer klagen, sich selbst aber keinen Deut besser verhalten. Wenn es um das Vorrecht auf der Straße geht, kennt so mancher Fahrradfahrer kein Pardon.

Die Schonzeit sollte vorbei sein - natürlich auch für Autofahrer, die Radwege blockieren oder Radler missachten. Die Androhung von Strafen nützt gar nichts, wenn die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, gegen Null geht. Die Polizei sollte mehr Schwerpunktaktion beginnen - für und gegen Fahrradfahrer. Kontrollen und Polizeistaffeln, die per Rad unterwegs sind, sind wünschenswert. Besonders im Fokus müssen dabei diejenigen stehen, die mit der Unterstützung von Elektromotoren unterwegs sind; auf diesen Zweirädern erreichen auch ungeübte Radler Geschwindigkeiten von 30 bis 40 Stundenkilometern. Sinnvoll ist aber auch die Senkung der Promillegrenze bei Radfahrern. Derzeit ist erst ein Wert ab 1,6 Promille strafbar.

Quelle: op-online.de

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