Parteitag der hessischen SPD

Kommentar: Strategie gefragt

Gram ist die SPD ihrem Parteivorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel offensichtlich nicht darüber, dass sie nun erneut die harte Oppositionsbank drücken muss. Dort wollen sie zeigen, was Sozialdemokratie heißt, ohne nach Bündnispartnern zu schielen. Von Petra Wettlaufer-Pohl

Mit dem überzeugenden Wahlergebnis von fast 95 Prozent haben sie Schäfer-Gümbel auch einen Vertrauensvorschuss gegeben, auf dass es beim nächsten Mal klappt mit dem Regieren. Mit welcher Strategie, ist freilich offen. Derzeit mögen viele hoffen, dass Schwarz-Grün nur ein Betriebsunfall ist. Doch das ist keineswegs gesagt.

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Der Linken gegenüber will sich die SPD offen zeigen, dabei hat sich gerade gezeigt, dass der Traum eines Linksbündnisses in der Realität schnell vergeht. Bleibt die angeschlagene FDP, die, wenn auch eher leise, schon mal an die lange sozialliberale Tradition in Hessen erinnert. Mit einer linksblinkenden SPD wäre das jedoch keine Perspektive. Kein leichter Job also für Schäfer-Gümbel. Wohin der Weg führt, wenn die Strategie undurchsichtig ist, haben die letzten Wochen gezeigt.

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Quelle: op-online.de

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