Reformkonzept für Hessens Gymnasien

Kommentar: Das ist Murks

Das könnte in einer Sackgasse enden: Die Landesregierung will den Gymnasien auf zwei Wegen eine Rückkehr zum Abitur nach dreizehn Schuljahren (G9) ermöglichen. Ein Pfad ist die grundsätzliche Wahl für Gymnasien, von G8 zu G9 zurückzuwechseln. Von Peter Schule-Holtey

Variante 2: ein Schulversuch an großen Gymnasien mit mindestens vier Parallelklassen, G8 wie G9 anzubieten. Eine zweifelhafte Reform.

Die Verunsicherung beim Landeselternbeirat ist nachvollziehbar. Fragen sind berechtigt: Was geschieht nach dem Schulversuch? Wie wird künftig die Erstattung der Schülerbeförderungskosten geregelt, wenn eine Schule sowohl G8, als auch G9 anbietet? Bekommen dann 50 Prozent eines Jahrgangs die Fahrtkosten erstattet und die anderen 50 Prozent nicht? Welche Konzepte liegen vor, um Schulen den Weg zurück zu G9 zu ermöglichen? Und wie ist es mit den Lehrern an den Modellschulen, die zwischen Lehrplänen wechseln, je nachdem ob sie gerade G8- oder G 9-Schüler unterrichten - sie sind damit doch überfordert?

Der Teufel steckt also im Detail. Und es gibt noch mehr Anzeichen dafür, dass im Kultusministerium Murks produziert wurde. Denn die grundlegenden Probleme von G8 wurden nicht gelöst. Wieder einmal zeigt sich, wie bedauerlich es ist, dass tausende Mädchen und Jungen in Hessen dem Stress ausgesetzt wurden, den die einst übereilte Einführung von G8 bedeutet hat.

Quelle: op-online.de

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