Rettungsdienste brauchen Hilfe

Kommentar: Notruf hören

Verkehrte Welt: Sie kommen, um zu helfen und werden dabei Ziel von Aggressionen. Es gehört inzwischen vielerorts zum Alltag von Rettungskräften, angeschrien, bespuckt und beleidigt zu werden. Welche Dimension das Problem hat, zeigt eine neue Studie aus Nordrhein-Westfalen. Von Peter Schulte-Hotley

Auch in Hessen bestätigen Rettungsdienste diesen sehr traurigen Trend. Was geht wohl in den Köpfen solcher Menschen vor, die Helfende angreifen?.

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Sanitäter werden öfter attackiert

Viele Rettungskräfte fühlen sich angesichts der täglich lauernden Risiken überfordert. Immerhin reagieren die Hilfsorganisationen und gehen das Problem an. Oft ist ein deeskalierendes Verhalten der Sanitäter erfolgreich, da dadurch erst gar kein Angriff stattfindet. Daher sollte es mehr professionelle Trainingsprogramme für die Aus- und Fortbildung des Rettungsfachpersonals geben.

Aber die Rettungsdienste brauchen mehr Hilfen, um ihre Mitarbeiter besser auf Gefahrensituationen im Einsatz vorzubereiten. Dazu sollten die Kostenträger mehr Fortbildungsstunden einräumen, fordern Vertreter von Rotem Kreuz, ASB, Johannitern und Maltesern. Ein Appell, auf den hoffentlich in Hessen alsbald reagiert wird. Die Verantwortlichen, unter anderem die Krankenkassen, müssen auf den Notruf hören. Natürlich muss mehr unternommen worden, um die Helfer besser auf die Angriffe vorzubereiten.

Es geht um ein ernsthaftes Problem. Die Angreifer sind Leute aus allen Altersgruppen und Schichten. Und soziale Brennpunkte sind bei weitem nicht die einzigen Tatorte: Mehr als jeder vierte Übergriff gegen Rettungskräfte ereignet sich in bürgerlichen Wohngegenden.

Quelle: op-online.de

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