RMV-Preiserhöhung

Kommentar: Tücken und Fallstricke

Auf den RMV ist Verlass - nicht immer, wenn es um Pünktlichkeit, wohl aber, wenn es um spürbare Preiserhöhungen geht: Jahr für Jahr werden Prozentpunkte draufgesattelt. Über die Jahre summiert sich das. Von Peter Schulte-Holtey

Diesmal liegt die Teuerungsrate von 2,44 Prozent zum nächsten Fahrplanwechsel sogar weit über der Inflationsrate von derzeit 1,46 Prozent. Manche fragen sich schon, ob der öffentliche Nahverkehr inzwischen nicht schneller teurer wird als Autofahren. Natürlich schreckt jede Preiserhöhung diejenigen Pendler ab, die sich den Umstieg auf Busse oder Bahnen überlegen. Tatsache ist auch, dass es in der RMV-Fahrpreispolitik noch viele Ungereimtheiten gibt. Die Ticketstruktur hat ihre Tücken. Sie ist so unübersichtlich, dass selbst mancher RMV-Mitarbeiter nicht durchblickt - geschweige denn der Fahrgast. Benötigt werden neue Tarifstrukturen, die den Umstieg auf den Öffentlichen Personennahverkehr fördern.

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Voller Fallstricke ist auch die Finanzierung. Hauptverantwortlich für die steigenden Kosten sei die schwarz-gelbe Landesregierung, sagen Kritiker; sie bezuschusse im Gegensatz zu anderen Bundesländern nicht den laufenden Betrieb. Dies ist die halbe Wahrheit. So muss bei den Klagen über hohe RMV-Preise immer berücksichtigt werden, dass die Gesellschafter des RMV - Städte, Landkreise und das Land - nicht bereit sind, ein höheres Defizit zu akzeptieren und zusätzliches Steuergeld in den öffentlichen Nahverkehr zu pumpen.

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Quelle: op-online.de

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