Sanierung der Bahnhöfe in Frankfurt

Kommentar: Die richtige Imagepflege

Es ist ein hübsches Sümmchen, das die Deutsche Bahn, die Stadt Frankfurt und das Land Hessen in den nächsten fünf Jahren für die Ertüchtigung des Hauptbahnhofs und weiterer Stationen im Frankfurter Stadtgebiet ausgeben wollen. Von Christian Riethmüller

Selbst wenn in den angekündigten 250 Millionen Euro Investitionsvolumen manche Million steckt, die ohnehin für den laufenden Betrieb hätte aufgebracht werden müssen, ist die Zahl ein Signal. Nicht allein die notwendige Umgestaltung der Stationen zu ihrer möglichst barrierefreien Nutzung wird mit großem finanziellen Einsatz in Angriff genommen und damit den Bedürfnissen einer alternden, aber sehr mobilen Gesellschaft Rechnung getragen. Mit der Renovierung und Aufwertung der Stationen wird vor allem wieder einmal an die vielen tausend Nutzer dieser Bahnhöfe und -steige gedacht, die über ein verbessertes Leitsystem für die morgendlichen und abendlichen Pendlerströme an einem Knotenpunkt wie dem Hauptbahnhof genau so froh sind wie darüber, an einer derzeit noch verwahrlosten Station vielleicht mal wieder frisch gestrichene Wände oder einen adäquaten Windschutz vorzufinden.

Spätestens hier kommen dann auch die Kommunen ins Spiel. Ist die Sanierung von Bahnhofsgebäuden zwar auch Angelegenheit der Bahn, so können Städte doch ihre Anstrengungen auf eine Neugestaltung der Umgebung von Bahnhöfen richten. Die liegen ja oft noch inmitten der City und vermitteln in ihren vielen heruntergekommenen Fällen einen denkbar ungünstigen ersten Eindruck von einer Stadt. Wenn Frankfurt nun also endlich Geld in die Hand nimmt, um den städtebaulichen Sündenfall Bahnhofsvorplatz in irgendetwas Sinnvolles umzuwandeln, kann man sich kaum eine bessere Imagepflege vorstellen.

Quelle: op-online.de

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