Zeter und Mordio

Kommentar zum Streit um die Galopp-Rennbahn

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Christoph Zöllner

Frankfurt - Man stelle sich vor, der Bürgerentscheid im Juni dieses Jahres wäre gegen den Bau der DFB-Akademie in Frankfurt ausgefallen. Von Christoph Zöllner

Und der Deutsche Fußball-Bund, mittlerweile in den Strudel des FIFA-Skandals geraten, würde nicht aufgeben und mit allen juristischen Tricks weiterhin auf einen Abriss der Rennbahn drängen. Die Verfechter der Rennbahn in Niederrad würden wohl Zeter und Mordio schreien, sich öffentlichkeitswirksam gegen den mächtigen Verband zur Wehr setzen und auf Einhaltung demokratischer Prinzipien pochen. Doch bekanntlich ist das Referendum, das die Rennbahnbefürworter selbst durchgesetzt hatten, zugunsten der „Akademiker“ gelaufen. Der Versuch, den damals schon kursierenden FIFA-Skandal um Blatter und Konsorten für die eigenen Zwecke einzuspannen, hatte sich ebenso wenig für die Galopper ausgezahlt wie die Spenden deutscher Rennbahn-Betreiber.

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Stattdessen vergaloppieren sich die schlechten Verlierer mit immer gleichen Vorwürfen einmal mehr, verzögern weiterhin die Übergabe des Rennbahn-Areals und schaden damit auch der Stadt. Es wäre ein Gebot der Fairness, die demokratische Niederlage endlich anzuerkennen. Auch wenn der DFB froh sein kann, dass die Frankfurter nicht in diesen Tagen des Sommermärchen-Abgesangs an die Urne gehen. Der beschädigte DFB hätte seine Akademie abschreiben können. Zumindest in Frankfurt.

Die mächtigsten Männer im deutschen Fußball

Quelle: op-online.de

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