Streit um Stellplätze

Kommentar: Zuckerbrot für Investoren

Der Wahlkampf treibt schon seltsame Blüten: Ausgerechnet der Liberale Florian Rentsch droht den Kommunen, von Wiesbaden aus Richtwerte für ihre Stellplatzsatzungen zu verordnen. Jedenfalls dann, wenn sie nicht selbst damit beginnen, ihre Forderungen an Bauherrn herunter zu schrauben. Von Petra Wettlaufer-Pohl

Denn darum geht es: Die Landesregierung will derzeit mit einem 150-Millionen-Euro Wohnungsbauprogramm punkten, das sie nicht nur den Wählern, sondern auch Investoren schmackhaft machen möchte. Natürlich treiben Stellplatzforderungen beziehungsweise die Ablösung die Kosten in die Höhe; und natürlich sollten sich die Kommunen bei Studentenwohnheimen fragen, wie hoch der Parkplatzbedarf tatsächlich ist.

Aber die Kosten für die Investoren sind nur die eine Seite der Medaille. Wohnhäuser zu bauen, ohne ausreichend Stellplätze zur Verfügung zu stellen, verlagert das Parkproblem auf die Gemeinschaft. Die konkreten Bedingungen vor Ort kann nur die Kommune beurteilen.

Im Übrigen ist es erfreulich, dass mehr Menschen öfter den ÖPNV nutzen. Ein Auto daheim haben viele trotzdem.

Quelle: op-online.de

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