Zahl der Einbrüche steigt

Kommentar: Furcht ernst nehmen

Die Polizei bekommt die zunehmende Einbruch kriminalität nicht in den Griff. Was viele Bürger dabei besonders erzürnt: Trotz aller „Erfolgsmeldungen“, nur ein Bruchteil der Fälle wird aufgeklärt. Von Peter Schulte-Holtey

Wer Opfer eines Wohnungseinbruchs geworden ist, will vor allem schnell Hilfe. Natürlich lässt sich der materielle Verlust über die Versicherung regulieren, doch die Opfer müssen auch noch die Schäden beheben, das Chaos in der Wohnung beseitigen. Und was oft vergessen wird: Wer reguliert eigentlich die psychischen Schäden? Der Weiße Ring ist Ansprechpartner, auch die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen können geeignete Anlaufstellen benennen.

Dass Einbrecher leichtes Spiel haben, liegt natürlich auch daran, dass die meisten Wohnungen und Häuser nicht ausreichend gesichert sind. Diese Tatsache entlässt die Polizei aber nicht aus der Verantwortung. So helfen auch die regelmäßig gerne vorgestellten „Beruhigungspillen“ der Ermittler beim Thema Abschreckung, wie zum Beispiel der Hinweis auf vermehrte Kontrollen an den typischen An- und Abfahrtsstrecken der oftmals aus Osteuropa anreisenden Banden, nicht weiter. Wer sich näher mit dem Megathema Einbruchskriminalität beschäftigt, wird schnell feststellen, dass immer noch ein schlüssiges und Erfolg versprechendes Gesamtkonzept der Sicherheitsbehörden fehlt.

Quelle: op-online.de

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