Wahltermin in Hessen

Kommentar: Unwürdiges Geschacher

Die unwürdige Pokerpartie um den hessischen Wahltermin ist zum Glück beendet. Wahrscheinlich am 22.  September wird also zum Doppel-Urnengang geladen, um über die Abgeordneten für den neuen Land- und den neuen Bundestag abzustimmen.

Es liegt - aus ihrer Perspektive - auf der Hand, dass die Parteien den Wahltermin auch möglichst günstig für ihre Interessen legen wollen. Wer meint, vom Trend im Bund zu profitieren, ist eher für einen gemeinsamen Termin. Wer fürchtet, im Bundesstrudel abwärts gerissen zu werden, drängt auf Abstand. Klara Sache: Schwarz-Gelb in Hessen will im Windschatten der populären Bundeskanzlerin Angela Merkel „reisen“. SPD-Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel wird es auf jeden Fall eher skeptisch sehen. Der gemeinsame Wahltermin wird sein politisches Schicksal ja noch enger an den derzeit schwächelnden SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück knüpfen. Ein Aufschwung Steinbrücks nach der Niedersachsen-Wahl, aber auch weitere verbale Fehltritte des Kandidaten haben direkte Folgen für die Hessen-SPD.

Was auffällt: Der Wahlbürger sieht sich wieder als hilfloses Objekt im Parteiengeschacher. CDU, SPD, FDP und Grüne erhärten mit ihrenWahltag-Argumentationen den Eindruck, dass es ihnen ausschließlich um eine taktische Frage geht - und dass die Landespolitik hinten runterfällt.

Quelle: op-online.de

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