Kommentar: Eine Lösung von vielen

Maximal 50.000 Euro Zuschuss für nur zwölf Praxen im Jahr sind nicht die Welt, um dem drohenden Ärztemangel auf dem Lande zu begegnen. Aber sie sind ein Zeichen dafür, dass die Verantwortlichen das seit Jahren bekannte Problem nicht nur beschreiben. Von Petra Wettlaufer-Pohl

Junge Ärzte wollen aber auch Kindergärten und Schulen, sie wollen Geschäfte und Theater und sicher auch geregeltere Dienstzeiten, als der Landarzt alten Typs sie hat. Eine gute Infrastruktur gibt es aber nur, wo viele Menschen sind - wo sie fehlen, fehlen auch die Angebote. Das ist die Krux des demografischen Wandels.

Weitere Wege für medizinische Versorgung sind auf dem Land deshalb unvermeidlich. Wenn am Ziel aber nicht nur ein Arzt, sondern ein Versorgungszentrum wartete, wäre der weitere Weg durchaus akzeptabel. Daheim reichte für manches Zipperlein auch die Gemeindeschwester - wie früher. Das mag nicht alle Lobbyinteressen im Gesundheitswesen befriedigen. Aber die Patienten auf dem Lande vielleicht schon.

Quelle: op-online.de

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