SPD-Landrat Pipa sieht Wählerauftrag für Rot-Grün im Kreis

Gelnhausen - Der Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Erich Pipa (SPD), liebäugelt mit einem neuen Koalitionspartner.

Wenn die Schnittmengen beider Fraktionen stimmten, wäre Rot-Grün eine interessante Lösung, sagte Pipa.

Die SPD löste laut einem Trendergebnis vom Sonntagabend die CDU als stärkste Kraft im Kreis ab. Die Sozialdemokraten bekamen 34,4 (2006: 35,4), die Union nur noch 32,9 (2006: 38,6) Prozent. Die Grünen steigerten sich von 7,6 auf 16,8 Prozent.

Pipa sieht nun den Wählerauftrag, eine rot-grüne Koalition zu prüfen. Gespräche sollten aber auch mit den Freien Wähler (4,9 %) geführt werden, die für ein ergänzendes Dreier-Bündnis infrage kämen. Verhandeln will die SPD auch mit der CDU, mit der sie bislang eine große Koalition bildete. Am Mittwochabend wird im Main-Kinzig-Kreis ein vorläufiges Endergebnis der Kommunalwahl erwartet. Noch sei ein Drittel der Stimmen nicht ausgezählt, sagte Pipa.

Bei der Landratswahl muss eine Stichwahl am 10. April entscheiden. Pipa bekam 47,3 Prozent, sein Stellvertreter und ärgster Widersacher, Günter Frenz von der CDU, 30,3 Prozent. Fünf weitere Bewerber bekamen je knapp zehn Prozent und weniger. Pipa sieht für den Showdown eine gute Ausgangsposition, „angesichts von 24 000 Stimmen Vorsprung vor dem Mitbewerber“. Für ihn sei das Ergebnis der Landratswahl Beleg dafür, dass er mit seiner Arbeit „gut angekommen sei“.

dpa

Quelle: op-online.de

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