Weniger Steuern wegen Volkszählung

Zensus: Kommunen legen Widerspruch

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Wiesbaden - Viele Kommunen haben plötzlich weniger Einwohner als angenommen - Schuld daran ist die letzte Volkszählung. Doch weniger Einwohner bedeuten auch geringere Steuereinnahmen, deswegen legen viele Gemeinden gegen den Zensus Widerspruch ein.

Weniger Einwohner heißt für Städte und Gemeinden weniger Steuereinnahmen - deshalb haben weitere hessische Kommunen Widerspruch gegen die jüngste Volkszählung eingelegt. Insgesamt ist die Zahl auf 25 angestiegen, wie das Hessische Statistische Landesamt heute in Wiesbaden mitteilte. Anfang Juli hatten noch 21 Widersprüche vorgelegen. Sie würden nun geprüft. Fast alle der 426 Kommunen im Land mussten ihre Einwohnerzahlen wegen des Zensus nach unten korrigieren.

Unter den Städten, die Widerspruch eingelegt haben, sind Dreieich, Griesheim und Pfungstadt. Die Studenten-Stadt Marburg, die zuvor von mehr als 80.000 Einwohnern ausgegangen war und beim Zensus ein dramatisches Minus von rund 9000 Einwohnern hinnehmen musste, hat sich nicht gemeldet, wie Carsten Beck vom Landesamt mitteilte. Insgesamt lebten zum Zeitpunkt der Erhebung im Mai 2011 in Hessen 5,972 Millionen Einwohner - fast 100 000 Menschen weniger, als auf Basis der Volkszählung von 1987 geschätzt worden war.

(dpa)

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Quelle: op-online.de

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