Kompromiss für populären Wochenmarkt

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Der zu einer Massenveranstaltung mutierte Markt auf dem Friedberger Platz in Frankfurt wird wieder freitags abgehalten.

Frankfurt (isi) - Der populäre Wochenmarkt auf dem Friedberger Platz im Frankfurter Nordend wird von 18. November an wieder am Freitag stattfinden.

Darauf haben sich die Beteiligten eines „Runden Tisches“ geeinigt, der eingerichtet worden war, nachdem massive Anwohnerbeschwerden die Stadtverwaltung dazu bewogen hatten, den Wochenmarkt mittwochs abhalten zu lassen. Anwohner rund um den Friedberger Platz waren auf die Barrikaden gegangen, weil sich der Wochenmarkt jeden Freitagabend zu einem Massentreffen mit zeitweise über Tausend Besuchern auswuchs, für die oft weder genug Platz noch genügend sanitäre Anlagen gab.

Wie die Stadt Frankfurt gestern mitteilte hat sich der „Runde Tisch zum Friedberger Platz“ nun auf einen gemeinsamen Weg geeinigt, der sowohl den Markt als Begegnungsort im Stadtteil erhalten als auch die Anwohner schützen soll.

Gemischte Streife wird Markt beenden

„Die Einhaltung der Nachtruhe ab 22 Uhr ist für mich zwingend“, stellte Stadtrat Markus Frank (CDU) nach der gestrigen Sitzung des Runden Tisches fest. „Wir verlangen den Anwohnern mit der Rückverlegung des Wochenmarktes auf Freitag ein hohes Zugeständnis ab. Aber alle Beteiligten sind bereit, für ein anwohnerverträgliches Gelingen des Wochenmarktes am Freitag sehr viel Energie und auch materielle Ressourcen einzubringen“.

Die Befürworter des Freitagsmarktes haben sich nach Angaben der Stadt unter anderem dazu bekannt, gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadtpolizei eine gemischte Streife zu organisieren, um auf das Ende des Marktes hinzuweisen und die Besucher zu bitten, die Nachtruhe zu respektieren. Die anliegenden Gastronomen hätten sich außerdem bereit erklärt, eine Happy Hour einzuführen, um die Besucherströme um 22 Uhr vom Platz wegzuleiten.

Die Stände werden pünktlich um 20 Uhr geschlossen, Gläser müssen bis spätestens 20.30 Uhr zurückgegeben werden. Die Marktbeschicker werden sich weiterhin an den Toilettenkosten beteiligen und sind am Samstagmorgen für die Nachreinigung verantwortlich, hieß es von der Stadt weiter.

Quelle: op-online.de

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