Hessische Firmen optimistisch

Frankfurt - Hessens Unternehmen sind zuversichtlich in das neue Jahr gestartet und haben den trüben Konjunkturherbst hinter sich gelassen.

„Der historisch niedrige Spritpreis und die rekordverdächtige Beschäftigungslage beflügeln die Konjunktur, der schwache Euro lässt die Ausfuhren sprudeln“, teilte Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE), zu den Ergebnissen einer Konjunkturumfrage unter fast 9 000 Mitgliedsunternehmen in Hessen mit. Das IHK-Geschäftsklima ist seit der Herbst-Umfrage um zwei Zähler gestiegen und liegt bei 118 Punkten. Ein Wert von 100 Zählern bildet die Grenze zwischen positiver und negativer Grundstimmung. Der Anteil der Firmen, die von einer guten Geschäftslage berichten, ist laut ARGE um zwei Punkte auf 41 Prozent gestiegen. Auch die Erwartungen hellen sich auf: 85 Prozent der Unternehmen erwarten in den nächsten Monaten bessere oder gleich gute Geschäfte, ein Plus von einem Prozentpunkt. Der Beschäftigungsaufbau setze sich fort, hieß es. 16 Prozent der hessischen Unternehmen planten, mehr Beschäftigte einzustellen. Zwölf Prozent wollten Stellen abbauen.

„Wir wären froh, wenn sich diese Trends im Gesamtjahr durchsetzten“, sagte der ARGE-Vorsitzende. Das Wachstumspotenzial für 2015 werde durch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen aber möglicherweise eingeschränkt. „Der Mindestlohn treibt nicht nur die Arbeits-, sondern auch die Bürokratiekosten in die Höhe, das Rentenpaket verschlimmert die Fachkräftesituation und die von der EZB angekündigte Geldschwemme droht das Reformtempo in europäischen Krisenstaaten zu drosseln“, erklärte Müller. (ku)

Quelle: op-online.de

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