Kontoauszug per Post ist kostenlos

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Bankkunden müssen für die Übersendung von Kontoauszügen nicht zahlen.

Frankfurt - Eine Bank darf ihren Kunden nicht die Zusendung von Kontoauszügen in Rechnung stellen. Das geht aus einem in der „Monatsschrift für Deutsches Recht“ veröffentlichten Urteil des Landgerichts Frankfurt hervor.

Nach Auffassung der Richter verstößt eine entsprechende Klausel in den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bank gegen geltendes Recht und ist daher nichtig (Az.: 2-25 O 2607/10). Das Gericht verwies zur Begründung auf die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass ein Kreditinstitut keine Gebühren unter anderem für Leistungen verlangen dürfe, die es entweder gesetzlich oder nach vertraglichen Grundsätzen erbringen müsse.

Bank ist verpflichtet über Zahlungsvorgänge zu informieren

Diese Voraussetzungen seien bei Kontoauszügen erfüllt, denn die Bank sei gesetzlich verpflichtet, die Kunden über die verschiedenen Zahlungsvorgänge zu informieren. Im konkreten Fall hatte ein Geldinstitut seinen Kunden die Kontoauszüge, wenn sie nicht innerhalb einer bestimmten Frist über den Kontoauszugsdrucker „abgeholt“ wurden, auf dem Postweg zugesandt. Dieser Service wurde dann in Rechnung gestellt.

Die Frankfurter Richter werteten jedoch die Regelung im „Kleingedruckten“ als unzulässig.

Quelle: op-online.de

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