Geständnis zur Korruption im Messeturm

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Der Angeklagte war als freier Mitarbeiter eines Dienstleistungsunternehmens für die Vergabe von Bau- und Wartungsaufträgen im Messeturm (links) zuständig.

Frankfurt - Mindestens 350.000 Euro Bestechungsgeld soll ein 44 Jahre alter Volkswirt bei Auftragsvergaben rund um den Frankfurter Messeturm kassiert haben. Dafür muss er sich seit heute vor dem Frankfurter Landgericht verantworten.

Am ersten Verhandlungstag legte der Angeklagte ein Geständnis ab. Der 44-Jährige war seit 1999 als freier Mitarbeiter eines Dienstleistungsunternehmens für die Vergabe von Bau- und Wartungsaufträgen in dem Hochhaus zuständig. Seit 2003 soll er Geld für Aufträge zur Installation einer Klimaanlage sowie die Ausstattung der Hochhauskantine genommen haben.

Nach Aussage des Angeklagten wurde eigens eine Firma gegründet, um Scheinrechnungen der korrupten Unternehmen entgegennehmen und Scheinberatungsverträge eingehen zu können. Durch diese „Refinanzierung“ der Bestechungsgelder wurde das Betreiberunternehmen des Messeturms erheblich geschädigt. 2009 kamen die Ungereimtheiten an das Tageslicht - das Messeturm-Unternehmen erstattete Strafanzeige. Die Kammer für Korruptionskriminalität hat vorerst zwei weitere Verhandlungstage vorgesehen.

dpa

Quelle: op-online.de

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