Doping-Bastler zu Bewährungsstrafe verurteilt

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Das Amtsgericht Frankfurt hat einen Kraftsportler für umfangreiche Doping-Herstellung zu einer Haftstrafe Bewährung verurteilt.

Frankfurt - Für die umfangreiche Herstellung von Doping-Präparaten und den Handel damit ist ein 37 Jahre alter Kraftsportler am Montag vom Amtsgericht Frankfurt zu zwei Jahren Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Seine ehemalige Lebensgefährtin (33), die von dem Handel gewusst und dem Mann ihr Bankkonto zur Verfügung gestellt hatte, erhielt ein Jahr Haft zur Bewährung. Die Angeklagten hatten vor Gericht die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft eingeräumt. Danach hatte der Kraftsportler zwischen 2004 und 2007 in 26 Fällen in einem sogenannten Untergrundlabor im Haus seiner Mutter Anabolika und andere Dopingmittel hergestellt und über das Internet an Mitglieder der Bodybuilder-Szene verkauft.

Die Einnahmen beliefen sich auf rund 140.000 Euro, wobei rund die Hälfte als Reingewinn verbucht werden konnte. Erstmals waren Zoll und Polizei bereits 2005 auf den Angeklagten gestoßen. 2007 wurde das Labor endgültig ausgehoben. Das Rohmaterial für die Präparate hatte sich der Angeklagte von chinesischen Herstellern schicken lassen.

In dem Kellerlabor herrschten dabei unzureichende hygienische Verhältnisse. Während der Hauptangeklagte über die Kraftsportlerszene an die Muskelaufbaupräparate geraten war, erklärte die Frau, sie habe aus Zuneigung zum Angeklagten mitgeholfen. Sie habe damit die Beziehung retten wollen. Als Bewährungsauflagen verhängte das Gericht zusätzlich jeweils 10.000 Euro Geldauflage.

dpa

Quelle: op-online.de

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