Krawalle bei Demo: Polizeigewerkschaft fordert harte Strafen

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Auseinandersetzung zwischen Demonstranten und der Polizei.

Frankfurt/Darmstadt - Nach den heftigen Ausschreitungen in Frankfurt hat die Polizeigewerkschaft harte Strafen für die Randalierer gefordert. „Mit der Ausübung des Grundrechts auf Demonstrationsfreiheit hat das nichts mehr zu tun“, teilte der Landesverband Hessen in Darmstadt mit.

Wenn Täter einen Polizisten gezielt verprügelten und ihm eine Chemikalie ins Gesicht sprühten, nähmen sie letzten Endes den Tod des Kollegen in Kauf. Bei der Demonstration am Samstag waren rund 15 Polizisten verletzt und 465 Protestler vorübergehend festgenommen worden.

Die Krawalle waren nach Polizeiangaben nicht vollkommen unerwartet. „Es war im Bereich des Möglichen“, sagte ein Polizeisprecher. Nach Angaben des Innenministeriums waren Banken und Geschäfte vorab informiert worden. Bei dem Protest zum „Europäischen Aktionstag gegen den Kapitalismus“ hatte ein Polizist schwere Augenverletzungen erlitten. „Er ist auf dem Weg der Besserung“, berichtete der Frankfurter Sprecher.

Bilder der Ausschreitungen in Frankfurt

Krawalle bei Demonstration

Die Polizeigewerkschaft verurteilte die Angriffe. Solche Chaoten „gehören nicht in die Schublade 'Demonstrant', sondern für lange Zeit ins Gefängnis“, hieß es in der Mitteilung. Bei den Protesten waren auch Farbbeutel, Steine, Feuerwerkskörper und Flaschen durch die Luft geflogen. Mehrere Schaufenster gingen zu Bruch. Die Teilnehmer waren laut Polizei aus ganz Deutschland, Frankreich und Großbritannien angereist. Veranstalter war das „M31 Network“ verschiedener linker Gruppierungen.

dpa

Quelle: op-online.de

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