CDU und SPD im Kreis Offenbach wählen ihre Vorsitzenden

Mainhausen (re) ‐ Frank Lortz, der direktgewählte Landtagsabgeordnete und Vizepräsident des Hessischen Landtages, ist am Wochenende mit großer Mehrheit zum neuen Vorsitzenden der CDU im Kreis Offenbach gewählt worden.

In geheimer Wahl stimmten in Mainhausen-Zellhausen 266 der 283 Delegierten für den bisherigen stellvertretenden Kreisvorsitzenden. 15 Delegierte votierten mit Nein - damit erreichte Lortz eine Zustimmung von 95 Prozent. Er nannte die Vorbereitung der Kreistagswahl 2011 als nächste große Herausforderung.

Frank Lortz

Der bisherige Kreisvorsitzende und Ex-Landrat Peter Walter hatte sein Amt nach nur wenigen Monaten wieder zur Verfügung gestellt; er wird eigenen Angaben zufolge durch neue Tätigkeiten so viel unterwegs sein, dass er dem Kreisverband nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen könne. Walter verwies auf die Erfolge der Union im vergangenen Jahr. Mit Patricia Lips und Peter Wichtel gewann die Union beide Bundestagsmandate im Kreis, und in der Stichwahl zur Direktwahl zum Landrat setzte sich CDU-Kandidate Oliver Quilling durch.

Der neue Landrat Quilling würdigte Walters Erfolge, und die Delegierten verabschiedeten ihn mit „langanhaltendem frenetischem Beifall“, wie CDU-Kreisgeschäftsführer Clemens Jäger mitteilte.

Zu den Stellvertretern von Lortz wählte die Versammlung die bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Rüdiger Hermanns (Dreieich), Claudia Jäger (Rodgau) und Peter Wichtel (Obertshausen). Neu in der Riege der Stellvertreter ist Patricia Lips (Rödermark). Bestätigt wurde der bisherige kommissarische Schatzmeister Franz Herzig (Neu-Isenburg). Schriftführer ist der stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Union, Jörg Rotter (Rödermark). Beisitzer sind Helmut Butterweck (Dietzenbach), Karin Holste-Flinspach (Dreieich), Dr. Stefan Langer (Egelsbach), Bernhard Bessel (Hainburg), Uwe Michael Hajdu (Heusenstamm), D. Horst Lang (Langen), Dieter Stegmann (Mainhausen), Petra Schneider (Mühlheim), Thorsten Klees (Neu-Isenburg), Bernd Roth (Obertshausen), Elke Tomala-Brümmer (Rodgau) und Achim Steibert (Seligenstadt).

Carsten Müllerweitere zwei Jahre an Spitze der Sozialdemokraten

Seit sechs Jahren ist Carsten Müller im Amt, und auf dem Unterbezirksparteitag am Samstag in Dietzenbach wurde er erneut für zwei Jahre zum Vorsitzenden der SPD im Kreis Offenbach gewählt. Er erhielt 129 von 132 gültigen Stimmen (97 Prozent).

Carsten Müller

Zuvor hatte Müller auf das vergangene Jahr zurückgeblickt, das er als das „arbeitsreichste, aber nicht erfolgreichste“ seiner Zeit als Vorsitzender bezeichnete. Bei den Wahlen habe der Zustand der Landes- und Bundes-SPD auf die Ergebnisse im Kreis eingewirkt. Gezeigt habe sich aber „die Kampagnefähigkeit der SPD“ im Landkreis.
Bedroht sieht Müller die kommunale Selbstverwaltung durch die „finanzielle Austrocknung durch Bund und Land“. Das sogenannte Wachstumsbeschleunigungsgesetz entzöge den Kommunen dringend benötigtes Geld. Im Jahr 2011 würden dem Kreis Offenbach aus dem kommunalen Finanzausgleich vier Millionen Euro fehlen.

Stellvertreter von Müller sind Ruth Disser (Mainhausen), Gene Hagelstein (Neu-Isenburg) und Thomas Przibilla (Rodgau). Schriftführerin ist Nadja Zöller, Schatzmeister Bernd Blesenkemper, Pressesprecherin Ulrike Alex. 13 Beisitzer komplettieren den Vorstand.

Im Mittelpunkt der Antragsberatungen des Parteitages stand der Antrag „Kommunale Leitlinien“ des Unterbezirksvorstandes. Er bildet die Grundlage für die Beratungen zum Wahlprogramm für die Kommunalwahl 2011. Der Antrag betont Pressesprecherin Alex zufolge die Bedeutung der Kommunen als „eigenständige Kraft und Kategorie politischen Handelns“. Die Kommunen trügen nicht nur die Folgen steigender Armut in der Bundesrepublik, sie seien gleichzeitig gefordert, soziale Sicherheit und die Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben zu gewährleisten.

Zudem sprach sich der Parteitag für eine neue Finanzordnung und die Einführung einer Finanztransaktionssteuer, für ein Sozialticket beim Rhein-Main-Verkehrsverbund und für eine Angleichung von aktivem und passivem Wahlrecht bei Landtags-, Bürgermeister- und Landratswahlen aus. Schließlich wendet sich die SPD gegen die Schließung des Arbeitsgerichts Offenbach.

Quelle: op-online.de

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