Kreispiraten erklären den Haushalt

Dietzenbach (mic) - Die Piraten-Fraktion im Kreistag zieht Konsequenzen aus ihrer Kritik an dem für den Bürger angeblich unverständlichen Haushalt des Kreises: Auf ihrer Homepage hat die Zwei-Mann-Gruppe im Kreishaus in Dietzenbach das Zahlenwerk für das kommende Jahr in eine verständlichere Form gegossen und zum Teil grafisch umgearbeitet.

Ziel, so Fraktionsvorsitzender Christoph Hampe, sei es, den Bürgern eine Hilfe beim Verstehen des komplexen Haushaltes zu geben und einen Schritt zu mehr Transparenz in der Kreispolitik zu gehen. .

Bei der Vorbereitung der Kreistags-Sitzung sei die junge Piraten-Fraktion mit einer Vielzahl an Problemen beim Verständnis des Haushaltes konfrontiert worden. Durch die Fachsprache, die im Haushaltsplan benutzt werde, sei der Haushalt auch für einen ungeübten Betrachter schwer zu verstehen.

Da sich die Piratenpartei für mehr Transparenz und Bürgernähe einsetze, sei eine verständlichere Darstellung des Haushalts für die Bürger das oberste Ziel. In einer graphischen Darstellung werden Begriffe wie Ein- und Ausgaben definiert, der Ergebnishaushalt in zwei verschiedenen Darstellungsformen gezeigt und der Handlungsspielraum für zusätzliche Investitionen beschrieben.

Zu finden ist der „Piraten-Haushalt“ auf der Internetseite der Kreispiraten

Zudem habe man die Verschuldung des Kreises genauer berechnet, da diese im offiziellen Haushalt aufgrund der fehlenden Kassenkredite nicht komplett dargestellt werde. Mehr Transparenz soll auch ein Piraten-Antrag bewirken, der die vollständige Visualisierung des Haushaltes durch den Kreis fordert. Die Kreisverwaltung wird hier aufgefordert, die Anträge, Anfragen und Protokolle des Kreistags in einer maschinenlesbaren Form auf dessen Website zu stellen.

Dieses Vorhaben werde seit ungefähr acht Jahren immer wieder aufgeschoben und solle jetzt umgesetzt werden, so Hampe. Ein weiterer Antrag hat die Visualisierung des Haushalts im „OpenHaushalt“-Format zum Ziel. Dort wird bisher der Bundes- und Landeshaushalt in einer graphischen Darstellung gezeigt. Im Kreistag fand dieser Prüfantrag eine Mehrheit und befindet sich jetzt bei der Kreisverwaltung.

Quelle: op-online.de

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