Notbremsung kommt zu spät

Behinderter Junge (10) von S-Bahn erfasst und getötet

Kriftel - Plötzlich riss sich ein zehnjähriger Junge los und lief auf die Gleise. Die S-Bahn kam und erfasste ihn, wenig später starb er. Und die Schwester musste sich den tödlichen Unfall auch noch ansehen.

Ein zehnjähriger Junge ist am gestern Abend nahe dem Krifteler Bahnhofs von einer S-Bahn erfasst und getötet worden. Der Lokführer der Linie S2 (Dietzenbach-Niedernhausen) hatte den Jungen kurz vor 21 Uhr etwa 500 Meter vom Bahnhof entfernt auf den Gleisen entdeckt und sofort eine Notbremsung eingeleitet, wie die Bundespolizei heute berichtete. Der Zug kam aber nicht mehr rechtzeitig zu Stehen. Der Junge starb noch an der Unfallstelle. Der Lokführer erlitt einen Schock; die etwa 20 Reisenden in dem Zug blieben unverletzt.

Der Junge war seiner 20 Jahre alten Schwester in Kriftel etwa zwei Stunden vorher plötzlich weggerannt und nicht mehr zu finden gewesen. Die junge Frau sollte den Jungen in ein Heim für geistig behinderte Kinder nach Hofheim bringen, wo er während der Woche lebte. „In der Zeit, als die Schwester ihren Bruder bei der Polizeistation Hofheim als vermisst gemeldet hatte, muss der Junge auf die Gleise gelaufen sein“, teilte die Bundespolizei mit. Warum der Junge weglief, war zunächst unklar.

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dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Archiv: dpa

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