Kriminalitätsentwicklung in Hessen

Einbrüche trüben Statistik

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Innenminister Peter Beuth (CDU) zeigt eine Schautafel zur Entwicklung der Aufklärungsquote und der Fallzahlen.

Wiesbaden - Hessen kann im Kampf gegen die Kriminalität für das vergangene Jahr zwar Rekorde vorweisen.

Beim sensiblen Thema Wohnungseinbrüche muss Innenminister Peter Beuth (CDU) aber einräumen, dass die Zahl der Straftaten zugenommen hat und die Aufklärungsquote vergleichsweise schlechter geworden ist. „Ein Einbruch in die eigenen vier Wände ist für die Betroffenen eine oft traumatische Erfahrung“, sagte Beuth bei der Präsentation der Kriminalitätsstatistik in Wiesbaden. Mit Nachdruck werde deshalb weiter daran gearbeitet, diese Straftaten entschlossen zu verfolgen. Wichtig sei auch, die potenziellen Täter mit gezielten Kontrollen und Polizisten auf der Straße schon vor der geplanten Tat abzuschrecken.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 386.778 Straftaten in Hessen registriert. Das sind 8847 Fälle weniger als im Jahr zuvor und der niedrigste Wert seit 1984. Die Aufklärungsquote wurde nach Angaben von Beuth gleichzeitig von 58,8 Prozent auf 59,5 Prozent ausgebaut, der höchste Wert seit 1971. „Hessen ist eines der sichersten Bundesländer“, sagte der Minister zu der Entwicklung. Neben einem Anstieg bei der Wirtschaftskriminalität (plus 1,4) und einer Zunahme der Morde um sechs auf 58 gab es auch bei den Wohnungseinbrüchen eine negative Entwicklung: Die Zahl der Fälle stieg um 225 auf 10.795 (plus 2,1 Prozent). Die Aufklärungsquote sank gleichzeitig von 20,7 auf 19,4 Prozent. Grund ist laut Beuth die Zunahme von professionellen Banden aus Ost- und Südosteuropa.

Die Innenexperten der Oppositionsfraktionen von SPD, Linken und FDP forderten die schwarz-grüne Landesregierung auf, ihre Präventions- und Aufklärungsarbeit zu verstärken. Bei Wohnungseinbrüchen gehe es für die Menschen nicht nur um einen finanziellen Schaden. Die Betroffenen fühlten sich danach oft nicht mehr sicher in den eigenen vier Wänden. Beuth und Jürgen Frömmrich von den Grünen kündigte eine bessere länderübergreifende Zusammenarbeit gegen die organisierten Banden an. Die Entwicklung bei den Wohnungseinbrüchen sei aber kein hessisches Phänomen, betonte der Innenminister. Im Vergleich zu den anderen Bundesländern rangiere Hessen bei Aufklärungsquote im oberen Drittel. Zu sicheren Regionen und Kriminalitätshochburgen gibt es noch keine Information.

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dpa

Quelle: op-online.de

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