Statistik: Weniger Straftaten in Frankfurt

Kriminalitätsrate leicht gesunken

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Symbolbild

Frankfurt - Anders als im landesweiten Trend ist hat die Frankfurter Polizei 2015 nicht mehr Straftaten registriert als im Jahr zuvor. Die Zahl der Fälle sei vielmehr leicht um 30 Fälle auf 118.766 gesunken, berichtete gestern Polizeipräsident Gerhard Bereswill.

Die Aufklärungsquote sei auf 61 Prozent gestiegen und habe den höchsten Stand seit 1971 erreicht. Landesweit hatte es ein leichtes Plus von 1,6 Prozent auf 403.188 Straftaten gegeben, die Aufklärungsquote lag bei 59,9 Prozent. Die enorme Zuwanderung habe auch die Kriminalität unter Flüchtlingen wachsen lassen, aber „die Statistik lässt keine klare Aussage zu“, sagte Bereswill. Vermutlich sei in Frankfurt wie in ganz Hessen die registrierte Kriminalität dieser Bevölkerungsgruppe nicht in gleichem Maß gestiegen wie die Zahl der Personen. Als Trend lasse sich feststellen, dass Flüchtlinge aus Afghanistan, Irak und Syrien eher unauffällig seien - anders als Menschen aus Algerien, Marokko oder Albanien. Mit Informationen zur Herkunft von Verdächtigen gehe die Polizei „sensibel“ um.

Derzeit lebten rund 6000 Flüchtlinge in der Stadt. Bereswill hob hervor, dass es dennoch kaum Probleme gebe. „Wir haben keinerlei Angriffe auf Unterkünfte und auch keine Angriffe auf die Flüchtlinge selbst.“ Es habe jedoch 15 Anwerbeversuche von Salafisten an Flüchtlingseinrichtungen gegeben. Diebstahl ist das am meisten verbreitete Delikt in der Mainmetropole - mit gut 44.000 Fällen (416 mehr als 2014) machte es im vergangenen Jahr 37 Prozent aller registrierten Straftaten aus. Weniger als jeder vierte Fall (23,7 Prozent) wurde aufgeklärt. Darunter fallen unter anderem Wohnungseinbrüche, deren Zahl um 59 auf 2111 sank - die Aufklärungsquote ging auf gut 10 Prozent zurück. Fast jeder zweite Einbruchsversuch scheitert nach Angaben der Polizei vermutlich wegen der intensiven Beratung der Bürger an gut gesicherten Türen und Fenstern.

Bilder: Zehn kuriose Kriminalfälle 2015 in Hessen

Informationskampagnen haben auch die Zahl der Trickdiebstähle mit dem Enkeltrick sinken lassen - zwei von drei Versuchen scheiterten an aufmerksamen Bürgern und Mitarbeitern von Banken. 275 Fälle registrierte die Polizei im vergangenen Jahr, 58 Prozent weniger als im Jahr zuvor. In der Stadt gab es 2015 außerdem 35 Fälle von Totschlag, 14 mehr als im Jahr zuvor. Außerdem wurden vergangenes Jahr sechs Morde verübt, zwei weniger als 2014.

dpa

Quelle: op-online.de

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