Kritiker sehen sich bestätigt

Im Schatten von Staudinger: die Klein-Auheimer Kirche. Gegner der Ausbaupläne sehen ihre Kritik durch die Anhörungen bestätigt. Foto: dpa

Hainburg - (dpa) Das Erörterungsverfahren zum Ausbau des Kohlekraftwerks Staudinger in Großkrotzenburg hat nach Ansicht von Umweltschützern die Kritik bestätigt.

Die Einwände hätten gezeigt, dass der bis 2013 geplante sechste Kohleblock den Zielen des globalen Klimaschutzes sowie des lokalen Umwelt- und Gesundheitsschutzes widerspricht, bilanzierten sie am Freitag in Hainburg kurz vor Ende der Anhörungen vor dem Regierungspräsidium Darmstadt.

Die Grünen warfen dem Energiekonzern E.ON Trickserei vor: „Gutachten wurden in bestimmte Richtungen gedreht, Fakten verschoben oder weggelassen“, sagte die Landtagsabgeordnete Ursula Hammann. Nach Ansicht des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) sowie der Bürgerinitiative „Stopp Staudinger“ würde die Belastung durch Stickoxide und Feinstäube rapide anwachsen. E.ON habe dies falsch berechnet. Unterstützung für die Umweltschützer signalisiert der Magistrat der Stadt Frankfurt. Der Energie-Konzern verzichtete auf Bewertungen.

Die Erörterung dient in erster Linie der Information und dem Austausch von Argumenten. Mit einer Entscheidung über den Bauantrag rechnet das Regierungspräsidium bis zum Jahresende.

Quelle: op-online.de

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