Frankfurt kulturell

Leckerbissen für Foto-Fans

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In der Schirn zu sehen: La tigre von Mimmo Rotella (1962).

Frankfurt - Viele Ausstellungen locken im ersten Halbjahr die Kunst-Liebhaber nach Frankfurt. Ganz besonders die Fotografie-Freunde kommen auf ihre Kosten.

Das Historische Museum zeigt bis 3. Mai die Ausstellung „Gisèle Freund - 1. Mai 1932“. Gisèle Freund, eine politisch engagierte Studentin, war mit ihrer Kamera dabei, als in Frankfurt am 1. Mai 1932 die Arbeiterbewegung zusammen mit linken Parteien und Studentengruppen gegen die Anhänger der Nationalsozialisten demonstrierten. Ihre Aufnahmen sind einzigartige historische Zeugnisse, die den fotografischen Blick für Szenen und Geschichten aufweisen.

Der Höhepunkt der Fotografie-Ausstellungen und der dazugehörigen Veranstaltungen ist dann „Imagine Reality, die RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain 2015“. Vom 20. Juni bis zum 20. September präsentiert RAY Fotografieprojekte herausragende internationale Positionen der Fotografie an mehr als zwölf Standorten in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet. Beteiligt sind das Museum für Moderne Kunst, das Museum für Angewandte Kunst und das Fotografie Forum Frankfurt sowie sechs weitere Partner.

Pop- und Street-Art in der Schirn

Mit „Poesie der Großstadt. Die Affichisten“ geht es vom 5. Februar bis zum 25. Mai in der Schirn Kunsthalle hinein in die Welt der Pop- und Street-Art der 1950er Jahre. Ob frühe Pop-Künstler, Wegbereiter der Street-Art oder Vermittler einer „natürlichen Poesie“ der Wirklichkeit: In den 1950er Jahren traten die „Affichisten“ hervor. Auf Streifzügen durch das Paris der Nachkriegszeit sammelten sie Teile der in den Straßen der Stadt allgegenwärtigen Plakatwände und erhoben die urbane Alltagswelt selbst zum Gemälde. 150 Exponate werden ausgestellt.

Mit „Die Erlöser des frühen 20. Jahrhunderts und die Kunst von Schiele bis Beuys“ geht es vom 6. März bis zum 21. Juni weiter in der Schirn Kunsthalle. Egon Schiele verstand sich als Seher und prophetischer Künstler, Frantiek Kupka malte plötzlich vergeistigte Abstraktionen, Joseph Beuys rief zu einer gesellschaftlichen Revolution mithilfe der Kunst auf, und Friedensreich Hundertwasser schuf die erste seiner berühmten Spiralen.

Das Städel-Museum zeigt vom 11. März bis zum 21. Juni die Ausstellung „Monet und die Geburt des Impressionismus“. Die Ausstellung nimmt die Anfänge der impressionistischen Bewegung in den Blick und zeigt Meisterwerke dieser Epoche: Im Mittelpunkt stehen Claude Monet, Édouard Manet, Berthe Morisot, Edgar Degas, Auguste Renoir und Camille Pissarro.

Mitten in die Gegenwart werden die Gäste des Museums für Moderne Kunst geführt. Vom 14. März bis zum 31. Mai zeigt es die Schau „Isa Genzken. New Works“. Isa Genzken (*1948) gehört zu den einflussreichsten Künstlerinnen der Gegenwart.

Am 15. März beginnen die Feierlichkeiten zu 200 Jahren Städel-Museum. Mit einem großen Bürgerfest feiert die älteste Museumsstiftung Deutschlands an diesem Tag ihr 200-jähriges Bestehen. Das Jubiläum wird zudem im ganzen Jahr von umfangreichen Ausstellungs- und Veranstaltungsreihen begleitet.

Den Reigen der Feste eröffnet am 27. März die Frühjahrs-Dippemess am Ratsweg (bis 19. April). Am 25. April lockt die Nacht der Museen wieder ans Museumsufer. Vom 15. bis 18. April hält die Musikmesse Einzug in die Mainmetropole. Der 1. Mai wird mit dem Radrennen „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ begrüßt. Der Wäldchestag findet vom 23. bis 26. Mai statt. In der Commerzbank Arena legen vom 5. bis 7. Juni beim BigCityBeats World Music Dome Superstars der DJ-Szene auf. Das erste Halbjahr endet mit dem Opernplatzfest vom 24. uni bis 3. Juli.

mic

Quelle: op-online.de

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