Schwarz-Grün wehrt sich gegen Kritik

Koalition steht zu Kulturcampus

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Campus Bockenheim

Frankfurt - Die Goethe-Universität verlässt Bockenheim, doch was passiert mit dem Areal? Das Konzept der Stadt Frankfurt lautet „Kulturcampus“.

Jetzt haben CDU und Grüne auf die Kritik reagiert, die Gewichtung habe sich von den Kultureinrichtungen als Nachfolger der Universität zugunsten von Wohnungen und Gewerbe verschoben.

Grundsätzlich werde man das Vorhaben in der anvisierten Form weiter verfolgen, sagte CDU-Fraktionschef Michael zu Löwenstein. Außerdem existiere in dem Viertel bereits eine Anzahl von Kultureinrichtungen wie Senckenbergmuseum, Uni-Bibliothek und das Bockenheimer Depot.

Kosten- und Zeitplan gefordert

Noch kein Termin seitens des Landes Hessen existiert für den geplanten Umzug der Hochschule für Musik und darstellende Kunst auf das Grundstück an der Bockenheimer Warte. Die schwarz-grüne Koalition forderte jetzt einen Kosten- und Zeitplan.

Ein gemeinsamer Antrag von Grünen und CDU in der Stadtverordnetenversammlung regt zudem an, das Bockenheimer Depot nicht nur durch die Städtischen Bühnen und das Forsythe-Ballett bespielen zu lassen, sondern auch andere Einrichtungen des Kulturcampus zu berücksichtigen.

Unklar bleibt, ob Kultureinrichtungen wie Ensemble Modern oder Frankfurt Lab bei der Neubesiedelung des ehemaligen Campus der Goethe-Uni berücksichtigt werden. Der Magistrat soll diese Themen prüfen und auch für die kulturelle Nutzung des Studierendenhauses eine Beurteilung abgeben.

Mehr als 40 Prozent Wohnraum möglich

Insgesamt könnte nach Darstellung von CDU und Grünen der Anteil der Wohnungen - vorgesehen sind 40 Prozent - etwas steigen. Das Philosophicum in der Gräfstraße, nach derzeitigen Plänen soll es abgerissen werden, erhält die Möglichkeit, die Wirtschaftlichkeit seiner Übernahme durch eine Genossenschaft zu prüfen. Die städtische ABG-Holding als Grundstückseigentümer könnte für den wegfallenden Raum gegebenenfalls durch eine höhere Wohnbebauung an der Gräfstraße entschädigte werden, heißt es. Etwas weniger als ein Drittel der Wohnungen auf dem Kulturcampus werden öffentlich gefördert. Auch der Rest soll für Normalverdiener bezahlbar sein. 

mic

Quelle: op-online.de

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