46 Kultureinrichtungen in Frankfurt und Offenbach laden wieder zur Nacht der Museen

Kunst im Mondschein genießen

Viele Glanzpunkte: Besucher der „Nacht der Museen“ auf den Oberlichtern des Frankfurter „Städel“. In Frankfurt und Offenbach sind bald wieder fast 50 Museen bis tief in die Nacht geöffnet. - Foto: dpa

Frankfurt/Offenbach - Kunst und Kultur im Mondschein entdecken, begleitet von zahlreichen Bands und Livemusik – dazu lädt bereits zum 15. Mal die Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach ein. Von Sabrina Kristen

Am Samstag, 10. Mai, öffnen von 19 Uhr bis 2 Uhr am Sonntagmorgen insgesamt 46 Museen, Galerien und Kultureinrichtungen ihre Pforten. „Wir wollen den Besuchern das Angebot des Museumsufers präsentieren und gleichzeitig zeigen, wie kurz der Brückenschlag zu Offenbach ist“, sagt Professor Felix Semmelroth, Kulturdezernent der Stadt Frankfurt.

Am Museumsufer bieten nicht nur die Werke aus der Schatzkammer des Liebieghauses oder die große Emil-Nolde-Retrospektive Kulturgenuss, es gibt auch einige besondere Angebote: Im Filmmuseum können sich die Besucher in Kino-Schauplätzen hineinfotografieren lassen, und im Museum für Kommunikation geht es bei einer Travestie-Show ziemlich schräg zu.

Neben den gewohnten Teilnehmern gibt es auch Neulinge: So ist die Goethe-Universität anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens in diesem Jahr dabei. Der Campus Bockenheim wird zur Schaubühne für eine Theater-Darbietung im Freien. Auf dem Campus Westend können die Besucher mit ihren Gedanken zur Uni zum Teil eines Kunstprojekts werden. Außerdem als Veranstaltungsort neu dabei ist das Einkaufszentrum Skyline Plaza, dessen Dachgarten mit einer interaktiven Lichtinstallation zur Plattform für Kunst wird. Dort sorgen ab 22 Uhr die Disco Boys mit Housemusik für ausgelassene Stimmung.

Fußballfans kommen im Eintracht-Museum voll auf ihre Kosten: Dort gibt es die Gelegenheit, ehemalige Spieler der Nationalmannschaft zu treffen. Außerdem wird die brasilianische Bahia Dance Group schon einmal einen musikalischen Vorgeschmack auf die Weltmeisterschaft im Juni bieten. Die Gelegenheit, sich mit dem WM-Pokal vorab zu fotografieren, besteht auch.

Außerdem lässt sich Frankfurt bei zahlreichen Stadtführungen neu entdecken: Mit der Taschenlampe und festem Schuhwerk ausgestattet, gilt es, die Fischergewölbe zu erkunden. Einen Blick hinter die Kulissen des neuen Frankfurter Europaviertels soll ein Rundgang gewähren. Außerdem können die Besucher dort von einem rund 60 Meter hohen Kran das neu entstandene Viertel und das Skyline Plaza aus der Vogelperspektive erleben.

Führungen durch die Altstadt der Mainmetropole erzählen von Galgenmärchen, Hexen und Elfen. Eher gruselig geht es auch beim Frankfurter Kunstverein zu: Unter dem Motto „Zombie Night – Die Nacht der lebenden Toten“ können Besucher sich durch einen Make-up-Workshop zur blutrünstigen Gestalt verwandeln.

Auch Offenbach ist mit drei Kultureinrichtungen am Start: dem Deutschen Ledermuseum, dem Haus der Stadtgeschichte und dem Klingspor-Museum. „Die große Schwester Frankfurt und die kleine Schwester Offenbach gehen auch kulturell Hand in Hand“, betont Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider.

Im Ledermuseum kommen Frauen voll auf ihre Kosten, denn dort wird sich bei einer Ausstellung von Roger Vivier alles um Schuhe drehen. Musikalisch soll eine ungewöhnliche Kombination aus Metal und Pop unterhalten. Im Klingspor-Museum stellt der Offenbacher Künstler Bernd Fischer in 18 Portraits verschiedene Typen von Verbrechern vor. Zusätzlich sind Grafiken und Texte aus der Zeit des Ersten Weltkriegs ein wichtiges Thema.

Im Haus der Stadtgeschichte bietet Dr. Jürgen Eichenauer eine Führung durch „10 000 Jahre Offenbacher Geschichte“. Als Besonderheit können Besucher dem Museumsleiter vor Publikum ihre eigenen Kunstwerke vorstellen.

Zur Nacht der Museen stehen den Besuchern ein kostenloser Bus-Shuttle-Service sowie ein Shuttle-Schiff zur Überfahrt über den Main zwischen Eisernem Steg und Städel zur Verfügung. Die Veranstalter erwarten zur Nacht der Museen zwischen 30 000 und 40 000 Besucher.

Karten sind ab sofort in allen Museen erhältlich. Mit dem Ticket für 14 Euro haben die Besucher freien Eintritt in alle teilnehmenden Einrichtungen. Kinder bis einschließlich elf Jahren zahlen keinen Eintritt. Für Besitzer der Museumsufercard ist der Eintritt ebenso frei.

‹ Weitere Informationen und das Programm gibt’s unter www.nacht-der-museen.de

Quelle: op-online.de

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