Kunstwerke aus Goethe-Uni gestohlen

Frankfurt (isi) - Sieben wertvolle Kunstwerke des von den Nazis verfolgten Frankfurter Malers und Grafikers Georg Heck (1897-1982) sind aus einem Gebäude der Frankfurter Goethe-Universität gestohlen worden.

Wie die Diebe die Farb-Holzschnitte in der Nacht zum Dienstag erbeuteten, sei noch unklar, teilte die Universität gestern mit. Zum Wert der expressionistischen Bilder machte die Hochschule keine Angaben. Die Kunstwerke waren seit 2006 als Dauerleihgabe des Kulturkreises Georg Heck im Casino-Gebäude auf dem Campus Westend ausgestellt gewesen. Entdeckt worden sei der Diebstahl bei einem Wach-Rundgang, teilte die Goethe-Universität mit. Zurück seien nur die zum Teil schwer beschädigten Rahmen der Kunstwerke geblieben.

Das Präsidium der Universität und Vertreter des Kulturkreises Georg Heck reagierten schockiert auf den Diebstahl, der nach Ansicht des Kulturkreis-Vorsitzenden Klaus Schulz „völlig unsinnig ist, da er sofort auffliegt, wenn die Werke verkauft werden.“

Georg Heck, dessen Werke dem Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit zuzurechnen sind, war von 1928 bis 1932 Meisterschüler Max Beckmanns an der Städelschen Kunstschule. 1933 wurden seine Werke als „entartete“ Kunst auf dem Römerberg verbrannt und er erhielt Ausstellungsverbot. Nach dem Krieg wurde er vor allem mit Holzschnitten bekannt.

Quelle: op-online.de

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