Längere Lärmpause möglich

Frankfurt - Die Nächte am Frankfurter Flughafen könnten in absehbarer Zeit etwas ruhiger werden. Fraport-Chef Stefan Schulte sagte am Montagabend bei einer Veranstaltung in Frankfurt jedenfalls, dass „unter gewissen Bedingungen siebenstündige Lärmpausen möglich“ seien.

Derzeit gilt am Flughafen zwischen 23 und 5 Uhr ein sechsstündiges Nachtflugverbot. Wie Fraport gestern auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, arbeite der Flughafenbetreiber beim Thema Lärmpausen in den Nachtrandstunden mit allen Verantwortlichen „konstruktiv zusammen“. Eine Lösung könne es nur „auf Basis des bereits höchstrichterlich bestätigten Planfeststellungsbeschlusses geben.“ Die schwarz-grüne Landesregierung in Wiesbaden hat Entlastungen für die Anwohner des Flughafens bis spätestens März 2015 angekündigt.

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Wie Schulte sagte, sei daran gedacht, wechselnd einzelne Bahnen aus dem Betrieb zu nehmen, um auf die zusätzliche Stunde der Ruhe zu kommen. Dies werde in verkehrsarmen Zeiten für Starts bereits praktiziert und sei grundsätzlich auch bei Landungen möglich. Allerdings seien noch etliche Punkte mit Fluggesellschaften und der Deutschen Flugsicherung zu klären.

Weitere Betriebsbeschränkungen wären für den Flughafen jedoch „hochproblematisch“, warnte Fraport vor dem Risiko, „im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden“. Der Frankfurter Flughafen habe schon heute „die härteste Nachtflugregelung und die härtesten Betriebsbeschränkungen aller internationalen Hubs weltweit.“

Fraport verweist auf Maßnahmen des Schallschutzes, etwa die Anhebung des Gleitwinkels oder die Einführung eines satellitengestützten Navigationssystems. Im Vergleich internationaler Großflughäfen nehme der Frankfurter Flughafen beim Lärmschutz mittlerweile die Vorreiterrolle ein.

(isi)

Quelle: op-online.de

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