Flughafen Frankfurt

Kritik von Bürgerinitiativen an Lärmpausen

Frankfurt - Auch nach dem ersten vollen Monat des Lärmpausenmodells sehen die Bürgerinitiativen rund um den Frankfurter Flughafen keine Verbesserungen.

"Dieser ganze Lärmpausen-Zirkus, der ist aus unserer Sicht völlig überflüssig, weil keine wirksame Maßnahme zur Entlastung der Bevölkerung ergriffen wird", sagte Thomas Scheffler, Sprecher der Initiativen, der Deutschen Presse-Agentur. Lärm wird aus seiner Sicht nicht verändert, sondern nur zwischen Frankfurt-Süd und Offenbach-Süd verlagert. "Die Maßnahme ist reine Augenwischerei, um Zeit zu gewinnen. Viel besser wäre es jetzt wirklich, grundlegende Maßnahmen zur Lärmreduzierung zu ergreifen", sagte Scheffler. Dazu gehört seiner Ansicht nach die Ausdehnung des Nachtflugverbots auf 22 bis 6 Uhr. Nur so könne wirklich eine achtstündige Nachtruhe für die Bevölkerung gewährleistet werden.

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Der Lärmpausen-Versuch am Frankfurter Flughafen läuft seit dem 23. April. Vor und nach dem Nachtflugverbot zwischen 23 und 5 Uhr werden Starts und Landungen bei Westwind abwechselnd auf verschiedenen Bahnen gebündelt, um Flughafenanwohnern eine zusätzliche Stunde Ruhe zu verschaffen. Nach einem Jahr soll es eine Bewertung geben, in die unter anderem eine Befragung von betroffenen Anwohnern einfließen soll. Mit ihrer Kritik widersprechen die Bürgerinitiativen Wirtschaftsminister Tarek al-Wazir, der das Lärmpausen-Modell befürwortet. (dpa)

100. Montags-Demo im Flughafen

Quelle: op-online.de

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