Umweltministerin Puttrich

Land will keine weiteren Castor-Behälter in Biblis

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Umweltministerin Lucia Puttrich

Wiesbaden - Hessen will keine weiteren Castor-Behälter mit Atommüll aufnehmen. Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) sagte am Mittwoch im Landtag, dass die 21 auf dem Seeweg aus Großbritannien kommenden Castoren auch küstennah untergebracht werden müssten.

Dies könne nur in Norddeutschland sein. Die Opposition aus SPD und Grünen forderte dagegen die Regierung auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und die Behälter im südhessischen Atomkraftwerk Biblis vorübergehend zu deponieren.

Die umstrittene Zwischenlagerung der Castoren gefährdet den von Bund und Ländern gefundenen Konsens bei der Suche nach einem neuen Endlager für den Atommüll. Die rot-grün regierten Küstenländer wollen die 21 aus dem britischen Sellafield kommenden Castoren nicht alle aufnehmen.

Nicht mit dem „Milchwagen“ durch Deutschland transportieren

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Die Behälter könnten nicht mit dem „Milchwagen“ durch Deutschland transportiert und dann nach Parteienproporz verteilt werden, sagte Puttrich. „Wir als Land Hessen haben eine Verantwortung für den Müll, den wir produziert haben“, meinte dagegen der SPD-Abgeordnete Timon Gremmels. Die Grünen-Abgeordnete Angela Dorn warf der schwarz-gelben Regierung vor, den auf Bundesebene gefundenen historischen Endlager-Kompromiss aus populistischen Gründen zu gefährden.

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dpa

Quelle: op-online.de

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