Urlaubszeit

LKA warnt: Schleuser nutzen Mitfahrzentralen

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Wiesbaden - Das Landeskriminalamt (LKA) Hessen warnt vor Schleusern, die Mitfahrzentralen nutzen, um Migranten die illegale Einreise nach Deutschland zu ermöglichen. Das LKA rät zu Vorsicht.

Es gibt zahlreiche Onlineportale, über die Reisende eine Mitfahrgelegenheit suchen können. Der Fahrer profitiert, weil er Benzinkosten sparen kann, und für den Mitfahrer bietet sich eine günstige Mitfahr-Gelegenheit. Doch auch Kriminelle haben die Mitfahrzentralen für sich entdeckt, das Landeskriminalamt in Hessen warnt vor Schleusern, die solche Portale für ihre Zwecke missbrauchen. Das LKA rät deswegen: Wer in der Urlaubszeit Unbekannte mitnehme, sollte vorsichtig sein. Kriminelle nutzten zunehmend Online-Mitfahrzentralen, um Menschen illegal in Länder der Europäischen Union einzuschleusen, so das LKA.

Für die Urlauber könnte ein solcher Fall unangenehme Folgen haben, denn Unwissenheit schützt vor Strafe nicht: „Nimmt ein unbedarfter Autofahrer einen Geschleusten mit, gerät er in Verdacht, Mitglied einer Schleuserbande zu sein. Festnahmen, Vernehmungen und Strafverfahren können folgen.“

Die Vorgehensweise der Schleuser ist denkbar einfach: Sie nehmen über die Online-Mitfahrzentralen Kontakt zu Autofahrern auf und vermitteln illegale Einwanderer als Mitfahrer. „Insbesondere Autofahrer, die grenzüberschreitende Mitfahrgelegenheiten anbieten, sollten vorsichtig sein. Sie sind besonders gefährdet, von Schleusern missbraucht zu werden", betont Prof. Dr. Wolf Hammann, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Schon bei der Kontaktaufnahme sei es ratsam, den Mitfahrer genau zu prüfen.

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Wie können Reisende erkennen, dass sie Opfer dieser Masche werden? Wenn sowohl die Kontaktaufnahme als auch die Bezahlung durch eine vermittelnde dritte Person erfolge, könne dies ein Hinweis sein, so der Rat des LKA. Außerdem sei der Mitfahrer oftmals nicht in der Lage, sich mit dem Fahrer sprachlich zu verständigen. Die Polizei rät, sich den Ausweis der Mitfahrer zeigen zu lassen. Wenn diese kein entsprechendes Dokument vorweisen könen, rät die Polizei von einer Mitnahme der Person ab. Außerdem bietet die Bundespolizei eine Hotline (0800/6888000) an, unter der sich Fahrer melden können, wenn sie einen entsprechenden Verdacht hegen.

(nb)

Quelle: op-online.de

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