Frau stirbt bei Frontalzusammenstoß

Mordanklage nach Geisterfahrt mit Todesopfer

Frankfurt - Ein 42-jähriger alkoholisierter Autofahrer geriet auf die Gegenfahrbahn und krachte in einen entgegenkommenden Wagen. Die Insassin starb, der Verursacher flüchtete und steht nun vor Gericht.

Nach einem schweren Verkehrsunfall mit einem Todesopfer hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Unfallfahrer wegen versuchten Mordes erhoben. Der alkoholisierte 42-jährige habe sich nach dem Zusammenstoß auf der Landstraße bei Karben (Wetterau) vom Unfallort entfernt, um die vorausgegangene Straftat der Trunkenheit im Straßenverkehr zu verdecken und dabei den Tod des Opfers in Kauf genommen, sagte heute Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu. Es liege deshalb der Tatbestand des versuchten Verdeckungsmordes vor.

Der Unfall hatte sich in einer Nacht im September vergangenen Jahres ereignet. Der Unfallfahrer war mit seinem Auto auf die Gegenfahrbahn geraten und dort mit dem Auto einer 59-Jährigen frontal zusammengestoßen. Während er nur leichte Schrammen davontrug, starb das Opfer noch am Tatort, ohne dass dies aber der Unfallverursacher mitbekommen hätte. Nach dem Unfall flüchtete der Mann zu Fuß zu seiner nahe gelegenen Wohnung. Dort wurde er später von der Polizei angetroffen. Eine Alkoholkontrolle ergab rund 1,5 Promille. Trotz des schweren Anklagevorwurfs ist der Mann auf freiem Fuß. Wann die Schwurgerichtskammer des Landgerichts gegen ihn verhandeln wird, steht derzeit noch nicht fest.

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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