Mit Schlägen und Tritten schwer verletzt

Polizisten-Angreifer wegen versuchten Mordes verurteilt

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Limburg - Das Landgericht Limburg hat den Angreifer eines Polizisten heute wegen versuchten Mordes zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Seine Partnerin hat wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte nur eine Geldstrafe bekommen.

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Nach dem brutalen Angriff auf einen Polizisten hat das Landgericht Limburg einen Mann heute wegen versuchten Mordes zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Polizist in Zivil hatte im vergangenen Juni beobachtet, wie der 38-Jährige zwei seiner insgesamt sieben Kinder auf offener Straße schlug. Als der Beamte ihnen zur Hilfe kam, ging der Mann auf ihn los und verletzte ihn mit Schlägen und Fußtritten schwer. „Wer so massiv aus Menschen tritt, der rechnet damit, oder es ist ihm zumindest gleichgültig, ob die Körperverletzung tödlich ist“, sagte die Vorsitzende Richterin Karin Walter.

Die Partnerin des Verurteilten wurde wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte zu einer Geldstrafe in Höhe von 600 Euro verurteilt. Sie hatte den Polizisten bei dem Angriff am Arm festgehalten. Seiner Anwältin zufolge ist der Beamte bis heute in ärztlicher Behandlung. Er kann wohl nie wieder als Polizist arbeiten. Die Staatsanwaltschaft hatte für den 38-Jährigen eine Haftstrafe von zehn Jahren wegen versuchten Mordes gefordert, für die Angeklagte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr. Die Verteidiger plädierten hingegen auf gefährliche Körperverletzung und Freispruch für die Frau.

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dpa

Quelle: op-online.de

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