Geldwäsche

Geldstrafe für Ex-Minister Volker Hoff

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Volker Hoff

Wiesbaden - Das Landgericht Wiesbaden hat den ehemaligen hessischen Europaminister Volker Hoff zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Gericht sah Hoffs Beteiligung bei einer Geldwäsche als erwiesen an.

Der frühere hessische Europaminister Volker Hoff ist wegen leichtfertiger Geldwäsche zu Schadensersatz verurteilt worden. Der CDU-Politiker muss gemeinsam mit seinem früheren Geschäftspartner Reinhard Zoffel zweieinhalb Millionen Euro an das klagende Werbeunternehmen Carat zahlen, wie heute das Landgericht Wiesbaden entschieden hat. Die Richter folgten damit weitgehend dem Antrag des Unternehmens, das eine Tochterfirma der britischen Werbeholding Aegis Media ist.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Zoffel und Hoff dem früheren Chef des deutschen Aegis-Ablegers, Alexander Ruzicka, geholfen haben, seinen Arbeitgeber um 35 Millionen Euro zu prellen. Ruzicka hatte einen erheblichen Teil des veruntreuten Geldes durch Zoffels und Hoffs Werbeunternehmen ZHP geschleust. Das Wiesbadener Landgericht hat Ruzicka im Mai 2009 wegen Untreue zu elf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

Volker Hoff erschien nicht zur Urteilsverkündung. Das CDU-Mitglied war von 2006 bis 2009 hessischer Minister für Europaangelegenheiten und hatte sein Landtagsmandat bis zum Februar 2010 behalten. Im Anschluss arbeitete er bis Juli 2012 als Lobbyist für den Autobauer Opel.

Zoffel verließ nach dem Urteil sofort den Saal. Gegen ihn läuft noch ein weiteres Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Wiesbaden wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Untreue. Das Zivilurteil gegen Zoffel und Hoff ist noch nicht rechtskräftig. Welchen Anteil jeder der beiden Verurteilten an der Zahlung übernimmt, legte das Gericht nicht fest. Die Unterlegenen können binnen Monatsfrist Berufung einlegen.

dpa

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Quelle: op-online.de

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