„Praedium“ im Europaviertel hat seinen Grundstein

Landgut mit 19 Geschossen

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Mut zur Unregelmäßigkeit. Von jedem Balkon und jeder Terrasse aus soll der Himmel zu sehen sein, versprechen die Bauherren des 128 Millionen Euro teuren „Praedium“ im Europaviertel.

Frankfurt - Als weiteren Baustein im Kampf gegen den Wohnungsmangel in Frankfurt, hat Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) gestern ein neues, 128 Millionen Euro teures Wohnhochhaus im Europaviertel gewürdigt. Von Michael Eschenauer

Er betonte bei der Grundsteinlegung des „Praedium“ – der lateinische Name bedeutet zu Deutsch „Landgut“, dass an der zentral gelegenen Europa Allee nicht nur hochpreisige Appartements für Gutbetuchte entstünden, sondern auch Quartiere mit Quadratmeterpreisen ab 3200 Euro. Die Preisspanne im „Praedium“ reicht bis zu 8000 Euro. Nach Cunitz’ Angaben liegt der durchschnittliche Kaufpreis für Eigentumswohnungen in Frankfurt derzeit bei 4000 Euro pro Quadratmeter.

Joachim Pös, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe der Nassauischen Heimstätte/Wohnstadt (NH) nannte als Vertreter des Bauherrn das Europaviertel einen „wunderbaren Stadtteil“ und das „Praedium“ ein „internationales Wohnhaus“. Die Anlage werde sich „von innen heraus entwickeln“, denn eine glitzernde Fassade alleine reiche als Konzept für nachhaltiges Wohnen nicht aus.

Das 19-geschossige Wohnhochhaus – Adresse: „Europa Allee 101-103“ – wurde geplant vom Frankfurter Architekturbüro Dietz Joppien. Die Gesamtwohnfläche von 24.000 Quadratmetern, verteilt auf zwei ineinander übergehende Gebäudekomplexe, bietet Raum für 242 Eigentumswohnungen mit 52 verschiedenen Grundrissen. Die größte Wohnung misst 360, die kleinste 31 Quadratmeter. Zehn Einheiten sind für Gewerbe, darunter Gastronomie und Einzelhandel vorgesehen. 30 Prozent der Wohnungen sind öffentlich gefördert. Die NH, so Cunitz, leiste hervorragende Arbeit bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Projekte, die gute Rendite abwerfen würden, machten dies überhaupt erst möglich. Der Baubeginn des bis zu 60 Meter hohen Komplexes war im November 2014, bis 2017 will man fertig sein. Das „Praedium“ ist das größte Bauträgerprojekt der Nassauischen Heimstätte.

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Bisher sind laut Bauherren 50 Prozent der Eigentumswohnungen und fast alle Gewerbeeinheiten vermietet. Der Komplex in Nachbarschaft zum Europagarten folge dem Prinzip „citynahes Wohnen im Grünen“, so Pös. In allen Stockwerken vermittelten überdurchschnittliche Deckenhöhen, raumhohe, öffenbare Fenster und der Blick in die Umgebung ein Gefühl von „Freiheit und Transparenz“. Alle Terrassen und Balkone böten freien Blick zum Himmel.

Quelle: op-online.de

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