Nach Wechsel zur AfD

Jochen Paulus bleibt Hinterbänkler

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Jochen Paulus, früher FDP, sitzt für die AfD im Landtag.

Wiesbaden - Nach seinem Wechsel von der FDP zur neuen Partei Alternative für Deutschland (AfD) bleibt der hessische Landtagsabgeordnete Jochen Paulus in der letzten Reihe.

Er erhält künftig aber als fraktionsloser Parlamentarier einen Platz am linken Rand zwischen den Liberalen und den Grünen. Dies beschloss der Ältestenrat nach Mitteilung des Landtags vom Mittwoch in Wiesbaden. Als beratendes Mitglied werde Paulus auf eigenen Wunsch dem Ausschuss für Wissenschaft und Kunst angehören.

Extra-Redezeiten bei Plenardebatten

Dem Politiker werden außerdem bei Plenardebatten Extra-Redezeiten eingeräumt, die normalerweise auf die Fraktionen verteilt werden. Der 43-Jährige hatte vor zehn Tagen mit dem überraschenden Wechsel zu den Euroskeptikern seine einstigen FDP-Kollegen verärgert. Paulus ist das erste AfD-Mitglied mit Sitz in einem Landtag. Die Liberalen haben ihn vergeblich zum Mandatsverzicht aufgefordert.

Die Grünen kritisierten, dass Paulus jetzt am linken hinteren Rand von Schwarz-Gelb sitze. Der politischen Einordnung nach gehöre er aber an den rechten Rand. Diese Sitzordnung hätten jedoch CDU und FDP mit ihrer Mehrheit im Ältestenrat abgelehnt.

dpa

Quelle: op-online.de

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