Wie lange leben Frankfurter?

Frankfurt/Hamburg - In der Rhein-Main-Region kann „Mann“ alt werden - sagt zumindest die Statistik. In Frankfurt und Wiesbaden sowie in Mainz liegt die durchschnittliche Lebenserwartung mit je 78,7 beziehungsweise 78,4 Jahren über dem bundesweiten Schnitt von 77,3 Jahren.

Noch länger leben allerdings die Herren im Breisgau: Ein Freiburger hat im Schnitt 79,5 Jahre vor sich. Gründe für eine hohe Lebenserwartung können ein vergleichsweise hoher Bildungsstandard mit entsprechend gesünderer Lebensweise sein.

Nach aktuellen Daten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), die die Zeitschrift „Men's Health“ (Ausgabe 9/2011) ausgewertet hat, belegt Freiburg vor Stuttgart und Bonn Platz eins unter den 50 größten deutschen Städten. Frankfurt und Wiesbaden liegen gemeinsam auf Rang sieben, Mainz folgt auf Platz zehn. Schlusslicht der Liste sind die Gelsenkirchener, die im Schnitt 74,9 Jahre alt werden.

Die ältesten Frauen leben im Landkreis Offenbach

Die höchste Lebenserwartung in Hessen haben Männer im Hochtaunuskreis. Hier werden sie im Durchschnitt 80,5 Jahre alt. Die ältesten Frauen gibt es im Landkreis Offenbach mit 83,9 Jahren. Dagegen ist Kassel die kreisfreie Stadt mit der niedrigsten Lebenserwartung im Land. Männer sterben im Schnitt mit 75,7 Jahren, Frauen mit 82,4 Jahren.

Roland Rau, Professor für Demografie an der Universität Rostock, sagte „Men's Health“ mit Blick auf die Städte mit hoher Lebenserwartung: „Ein Grund ist mit Sicherheit der hohe sozioökonomische Status, der meistens aus Bildungsstand, Beruf und Einkommen ermittelt wird.“ So lebten gebildete Männer mit gutem Verdienst deutlich gesünder. „Bei ihnen gibt es zudem selten berufsbedingte Gefahren.“ Unabhängig davon sei jedoch immer der individuelle Lebensstil entscheidend für ein hohes Alter, sagte Rau.

dpa

Quelle: op-online.de

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