Langen: Höchster Hundesteuersatz Hessens

Wiesbaden/Langen - Die Stadt Langen ist für Hundebesitzer ein teurer Wohnort. Keine andere hessische Stadt erhebt eine derart hohe Hundesteuer.

Für Hundebesitzer ist Wiesbaden ein teures Pflaster geworden. Die Stadt hat die Gebühr zu Beginn dieses Jahres auf auf 96 Euro angehoben - ein Zuschlag von mehr als 20 Euro. Damit liegt Wiesbaden bei der jährlichen Hundesteuer unter den fünf Großstädten des Landes an der Spitze, wie aus einer Aufstellung des Bundes der Steuerzahler hervorgeht. Frankfurt und Kassel besteuern ihre Vierbeiner mit 90 Euro. Offenbach verlangt 75 Euro, und Darmstadt nur 66 Euro.

Einsame Spitze unter den hessischen Städten ist Langen, wo Hundebesitzer mit 108 Euro zur Kasse gebeten werden. Deutlich teurer wird die Hundehaltung auch in Bad Hersfeld und Rodgau, die mit jeweils 60 Euro ihre Gebühren fast verdoppelt haben. Ein großes Herz für Hunde haben dagegen die Städte Wetzlar und Neu-Isenburg (jeweils 30 Euro). Die einzige Stadt Hessens, die gar keine Hundesteuer verlangt, ist Eschborn. Die Kommune vor den Toren Frankfurts gilt als die finanzkräftigste Hessens.

Für Kampfhunde müssen Besitzer in vielen Städten noch tiefer in die Tasche greifen. Spitzenreiter ist der Kurort Bad Nauheim, der 960 Euro von Haltern fordert. Bad Hersfeld hat die Steuer auf 600 Euro angehoben - vorher wurde dort für einen Kampfhund wie für jeden anderen nur 36 Euro bezahlt. Keine eigene Kampfhundesteuer erheben Städte wie Kassel, Offenbach und Wiesbaden. Und trotz Erhöhung der Hundesteuer gibt es in der Landeshauptstadt einen Trost für Besitzer von mehreren Hunden. Früher kostete der zweite Vierbeiner das Doppelte. Jetzt kostet jeder Hund gleich viel, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung sagte.

dpa

Quelle: op-online.de

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