Lautstarke Forderung nach Lärmstudie

Offenbach (psh) ‐ Zum Start einer zweitägigen Fluglärm-Anhörung im Landtag haben sich Anliegerkommunen des Frankfurter Flughafens lautstark zu Wort gemeldet. So forderte die Initiative „Zukunft Rhein-Main“ eine Studie zu Gesundheitsrisiken.

Die unabhängige Untersuchung müsse schnell erstellt werden, um Unterschiede vor und nach Inbetriebnahme der neuen Landebahn 2011 feststellen zu können.

Unterstützung kommt auch von Offenbachs Stadtrat Paul-Gerhard Weiß. „Vor allem brauchen wir definierte Lärmobergrenzen für die Region“, forderte er am Rande der Expertenrunde in Wiesbaden. So sei am ersten Tag der Anhörung deutlich geworden, dass man beim Wunsch nach leiseren Jets in den nächsten Jahren nur Trippelschritte machen werde. Nach Meinung des Experten Professor Dr. Heinrich Weyer kann eine leisere Flugzeuggeneration erst in 15 Jahren an den Start gehen, die Umstellung werde sich 2050 vollständig durchgesetzt haben.

Flughafenbetreiber Fraport forderte mehr Geld zur Erforschung leiserer Triebwerke. „Wir brauchen hier neue Ansätze, den Lärm zu verringern, den Lärm erträglicher zu gestalten“, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte bei einer Konferenz zum Thema „aktiver Schallschutz“ in Frankfurt. Neue Technologien könnten einen wichtigen Beitrag leisten, wenn es darum gehe, Fluglärm zu reduzieren. Die jetzt entwickelten Vorschläge zu veränderten An- und Abflugmethoden seien „ein erster Schritt“.

Quelle: op-online.de

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