„Tage der Industriekultur“ bis Sonntag

Das Leben bei der Arbeit

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Aufgleisung zweier aufgearbeiteter Waggons im Frankfurter Osten.

Frankfurt - Mit einer spektakulären Kranaktion ist am Montagnachmittag das Ensemble der denkmalgeschützten Kräne an der Ruhrorter Werft am Frankfurter Mainufer ergänzt worden.

Ein Kohlewaggon und ein Bananenwaggon erinnern zukünftig an den Güterumschlag im 100 Jahre alten Osthafens und in der Großmarkthalle. Die sogenannte Aufgleisung von zwei aufgearbeiteten Güterwagen war gleichzeitig auch Auftakt zu den „Tagen der Industriekultur Rhein-Main 2013“, die von heute bis Sonntag, 18. August, wieder vielfältige Möglichkeiten bieten Industrie zu erleben. Die von der Kulturregion Frankfurt RheinMain zum elften Mal organisierte Veranstaltungsreihe widmet sich in diesem Jahr der Frage, wie es mit dem Leben bei der Arbeit aussieht und welche Arbeits- und Unternehmenskultur die Menschen in der Region erleben. Anlass ist ein historisches Datum: Vor 150 Jahren, 1863, trafen sich zum ersten Mal Arbeiterbildungsvereine aus ganz Deutschland in Frankfurt, unter Leitung von Leopold Sonnemann. Im Dreieck von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft nahmen diese Organisationen wichtige Aufgaben wahr: Bildung, Sport, Sozial- und Erholungseinrichtungen, Kleingärten, Wohnungsbau. Weiterentwicklungen dieser Aufgaben finden sich bis heute bei Einrichtungen wie der Arbeiterwohlfahrt oder Genossenschaftsbanken, bei denen es stets auch um Mitbestimmung geht.

100 Jahre Hoechst AG gaben der Jahrhunderthalle ihren Namen.

1863 nahm aber auch die „Theerfarbenfabrik Meister, Lucius & Co“, Vorläufer der Farbwerke Hoechst, ihren Betrieb auf. Die Dachmarke Hoechst ist zwar aufgegeben worden, doch ihr industriekulturelles und wirtschaftliches Erbe besteht weiter, etwa mit der Jahrhunderthalle oder dem Silobad. Insgesamt bieten „Tage der Industriekultur Rhein-Main 2013“ 312 Möglichkeiten, die Vielfalt von Arbeits- und Unternehmenskulturen in der Region zu entdecken: Ob bei Führungen durch Unternehmen, Rundfahrten durch Industrieparks und Hafenanlagen, Schiffs-, Radtouren und Spaziergängen, die historische Sachverhalte nachvollziehbar machen, oder Open-Air-Kino-Komödien, bei denen verschiedene Arbeitswelten aufeinanderprallen.

cnn

Quelle: op-online.de

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