Mordversuch an Au-Pair-Mädchen

Frankfurt - Nach einem versuchten Mord an einem Au-Pair -Mädchen droht einem Mann aus Frankfurt eine lebenslange Haftstrafe.

Außerdem hat die Staatsanwaltschaft eine anschließende Sicherungsverwahrung für den 59- Jährigen gefordert, der die 19-Jährige nach eigener Aussage überwältigt und in einem Keller vergewaltigt haben soll.

Das Vorstrafenregister des angeklagten Heizungsmonteurs ist lang - mehr als 30 Mal wurde er bereits verurteilt. Nach Überzeugung der Staatsanwältin ist der Mann gemeingefährlich. Die Verteidigung hält dagegen eine „zeitige Haftstrafe“ mit anschließender Verwahrung für ausreichend.

Der Monteur hatte laut Anklage vor einem Jahr an einem ihm unbekannten Haus in Frankfurt geklingelt, sein Opfer überwältigt und in den Keller gedrängt. Dort flehte die junge Frau um ihr Leben, unzählige Male stach der Mann dennoch auf sie ein. Nur durch eine Notoperation im Krankenhaus konnte ihr Leben gerettet werden.

Anhand eines Zigarettenstummels überführt

Der Sohn der Familie hatte die blutüberströmte Frau nach der Tat entdeckt. Vor Gericht legte der Angeklagte ein umfassendes Geständnis ab. Grund für die Bluttat und zahlreiche weitere vorausgehende Taten sei sein jahrelanger Alkoholsucht gewesen.

Am Tag der Attacke auf das Mädchen sei er aus dem Emsland nach Frankfurt gekommen, um das Grab seiner Mutter zu besuchen. Er habe sich betrunken, die Orientierung verloren und sei schließlich vor dem Haus in Bockenheim gelandet. An Einzelheiten könne er sich nicht erinnern.

Der Installateur hatte am Tatort einen Zigarettenstummel zurückgelassen und konnte nach dem Vergleich der DNA-Spuren ausfindig gemacht werden. Fünf Tage nahm ihn die Polizei in Lingen (Emsland) fest.

dpa

Quelle: op-online.de

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