IHK-Offenbach fordert Gegenmaßnahmen

Lehrermangel an Berufsschulen

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Im Rhein-Main-Gebiet müssen im laufenden Schuljahr wieder eine ganze Reihe von Berufsschulen mit einem großen Mangel an Lehrern zurechtkommen.

Offenbach - Im Rhein-Main-Gebiet müssen im laufenden Schuljahr wieder eine ganze Reihe von Berufsschulen mit einem großen Mangel an Lehrern zurechtkommen. Dies geht aus einem Appell der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Offenbach an die CDU/FDP-Landesregierung in Wiesbaden hervor.

IHK-Vizepräsident Hans-Joachim Giegerich verweist auf eine „spürbare Mangelversorgung an Lehrern in den beruflichen Schulen“ und er befürchtet, „dass in Zukunft vor allem im Metall- und Elektrobereich die Qualität des Unterrichts leidet“. Die von Kultusministerin Nicola Beer geplante 105-prozentige Lehrerversorgung an den allgemeinbildenden Schulen in Hessen - unter Berücksichtigung des Sozialindex - müsse auch auf die beruflichen Schulen ausgeweitet werden. Derzeit sei nicht erkennbar, inwieweit die Landesregierung den besonderen demographischen Erfordernissen der beruflichen Schulen in Stadt und Kreis Offenbach Rechnung trage, so Giegerich weiter. Auch an den beruflichen Schulen in Stadt und Kreis Offenbach gebe es soziale Brennpunkte. Er forderte eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Ministerium und Hochschulen.

Christian Henkes, Sprecher von Beer, versicherte auf Anfrage, dass alle Schulformen von der verstärkten Lehrerzuweisung profitieren werden. „Der Mangel an Metall- und Elektrotechniklehrkräften ist darin begründet, dass wir in diesen Bereichen insgesamt einen Akademikermangel, insbesondere bei Ingenieuren haben“, erläuterte er. Das Kultusministerium habe bereits mit Gegenmaßnahmen reagiert. Es gebe auch den „Quereinstieg für Diplomingenieure und den Aufbaustudiengang für Diplomingenieure an der TU Darmstadt“. 

psh

Quelle: op-online.de

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