Lernen zu Hause ohne Tränen

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Hausaufgaben machen will gelernt sein. Dabei brauchen die Kinder zunächst noch Unterstützung von ihren Eltern.

Wenn die Aufregung um den ersten Schultag erst vorbei ist, beginnt bald der „Ernst des Lebens“ - mit den Hausaufgaben. Wenn Schulkinder diese erledigen sollen, kommt es häufig zu Ärger, Stress und sogar zu Tränen.

Wenn es Kindern schwer fällt, zügig mit den Hausaufgaben anzufangen, könnten sachliche, in ruhigem Tonfall gestellte Fragen helfen, sagt der Psychologe York Scheller. Die Eltern könnten fragen: „Welche Aufgaben musst du lösen?“ oder „Mit welchem Thema möchtest du anfangen?“. So falle der Start leichter.

Auch eine positive Lernatmosphäre kann den täglichen Hausaufgaben-Stress reduzieren, erklärt die Expertin Denise Jacoby: „Voraussetzung für ein zufriedenstellendes Lernen ist ein ruhiger Arbeitsplatz, der aber durchaus auch in Hörweite zum Familiengeschehen sein kann.“ Viele jüngere Kinder könnten nicht gut allein in ihrem Zimmer arbeiten, während ältere Schüler das häufig vorzögen.

Schulkinder sollten ihre Hausaufgaben möglichst selbstständig machen. Bei Bedarf können die Eltern aber „Hilfe zur Selbsthilfe“ geben. Sie sollen die Lösung nicht vorsagen. Sinnvoller ist es, dem Kind durch Fragen zu helfen, eine Aufgabe zu verstehen. Lob und Ermutigung fördern die Freude am Lernen. Auch wenn Kinder zeigen möchten, was sie geschafft haben, sollten sich Eltern Zeit  dafür  nehmen, so Scheller. Dabei sollte aber nicht kritischer Perfektionismus der Eltern im Vordergrund stehen.

(sjm)

Quelle: op-online.de

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