L(i)ebenswertes Rhein-Main-Gebiet

Die meisten Menschen leben gern oder sogar sehr gern in Frankfurt und in der Region. Viele sind mit ihren Lebensumständen zufrieden. Grafik: Hertie-Studie

Frankfurt (isi) ‐ Zentral, dynamisch, schön und vielfältig auf vergleichsweise überschaubarem Raum: Die Menschen im Rhein-Main-Gebiet können der Region, in der sie leben, viel abgewinnen.

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Das ist das Ergebnis der Hertie-Studie FrankfurtRheinMain, derzufolge die Mehrheit der Befragten die Region mittlerweile als zusammenhängende Einheit sieht. Zwischen Wetterau und Odenwald, Rheingau und Spessart lebt es sich offenkundig gut: Jedenfalls geben neun von zehn Menschen im Rhein-Main-Gebiet an, dass sie gerne in der Region zuhause sind.

Rund 80 Prozent sind mit ihren Lebensumständen zufrieden und mehr als 70 Prozent fühlen sich eher als Rhein-Mainer denn als beispielsweise Frankfurter, Offenbacher oder Hanauer. Dies geht aus einer großen repräsentativen Studie in der drittgrößten Metropolregion Deutschlands hervor. Rund 3000 Menschen im Alter ab 14 Jahren wurden in der 5,5 Millionen Menschen umfassenden Region befragt - von Aschaffenburg bis Mainz und von Gießen bis Darmstadt.

66 Prozent aus beruflichen Gründen in Frankfurt

In der gestern veröffentlichten Studie „FrankfurtRheinMain“, die von der in Frankfurt ansässigen Hertie-Stiftung finanziert wurde, finden die Befragten viel Lob für die Vielfalt in der Region, die Internationalität und das große kulturelle Angebot. Bemängelt werden dagegen die „steigenden Preise“, die 57 Prozent für ein „großes oder sehr großes Problem“ halten. 55 Prozent kritisieren außerdem die hohe Verkehrsbelastung, 48 Prozent beklagen sich über fehlende Plätze für die Kinderbetreuung. Dahinter folgen Umweltverschmutzung, Kriminalität und Gewalt. Dagegen werden Ausgrenzung und Intoleranz oder die hohe Zahl von Zuwanderern in der Region nur als geringe Probleme gesehen (etwa 28 Prozent).

Die Region lebt nach Einschätzung der Forscher von ihrer großen wirtschaftlichen Dynamik. 66 Prozent kommen aus beruflichen Gründen nach Frankfurt. Erstaunliche 30 Prozent gaben aber an, wegen des „Lebens“ in die Mainmetropole gezogen zu sein.

Professor Klaus Hurrelmann, einer der drei wissenschaftlichen Leiter der Studie, sagte, das positive Empfinden für die Region stehe in Zusammenhang mit der guten wirtschaftlichen Lage. Gäbe es in der Rhein-Main-Region einen Abschwung, sei auch mit negativeren Bewertungen zu rechnen.

Quelle: op-online.de

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