Zunahme der Population?

Erneut Wolf gesichtet

Limburg - In Hessen ist erneut ein Wolf gesichtet worden. Das Tier sei am 16. Mai nachts in einem Wald südlich von Wetzlar in eine Fotofalle getappt, teilte der Landesjagdverband gestern in Limburg mit.

Wegen der vermehrten Zuwanderung nach Hessen forderte Verbandspräsident Jürgen Ellenberger ein Wolfsmanagement: Wolfsberater sollten Nutztierhaltern beim Schutz ihrer Tiere helfen und auch gerissene Tiere begutachten können. Die 24 500 Jäger und Förster im Land stünden bereit für ein flächendeckendes Wolfsmonitoring. In den vergangenen Jahren hatten sich mehrfach Wölfe nach Hessen gewagt, aber meist ein trauriges Ende gefunden. Zuletzt waren im Frühjahr im Kinzigtal und bei Frankfurt Wölfe auf Autobahnen überfahren worden. Von 2006 bis 2011 lebte ein Tier im Reinhardswald, bis es verendete. 2011 wurde bei Gießen ein Wolf angefahren, der ein Jahr später im Westerwald erschossen wurde.

Obwohl schon der erste Schritt der Wolfs-Rückkehr schwierig ist, forderte Jägerpräsident Ellenberger, sich auf einen zweiten Schritt vorzubereiten: „Wir brauchen eine klare Regelung für den Umgang mit verhaltensauffälligen Wölfen.“ Sollten Tiere ihre Menschenscheu verloren haben, müssten solche Wölfe vergrämt, umgesetzt und notfalls getötet werden können, so Ellenberger.

(dpa)

Quelle: op-online.de

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